Vier neue Sonderwaldreservate für mehr Vielfalt im Schaffhauser Wald
Die Stadt Schaffhausen weist vier neue Sonderwaldreservate aus und stärkt damit den Schutz wertvoller Waldlebensräume. Auch Orchideen finden hier ein Zuhause.

Wie die Stadt Schaffhausen schreibt, hat sie Anfang 2026 mit Unterstützung des Kantons vier neue Sonderwaldreservate ausgewiesen. Die Gebiete umfassen zusammen rund 26 Hektaren Wald mit hoher Bedeutung für Biodiversität und Naturschutz.
Bereits vor ihrer offiziellen Ausweisung wurden die Flächen aufgrund ihres hohen ökologischen Wertes durch den Bereich Grün Schaffhausen betreut und gepflegt.
Mit der Festlegung als Sonderwaldreservate werden diese langjährigen Anstrengungen anerkannt und die Gebiete für mindestens 50 Jahre gesichert.
Pflege erfolgt gemäss jeweiligen Schutzzielen
Im Gegensatz zu Naturwaldreservaten werden Sonderwaldreservate weiterhin bewirtschaftet. Die Pflege erfolgt jedoch gezielt nach den jeweiligen Schutzzielen.
Diese Massnahmen fördern die natürliche Entwicklung der Wälder und erhalten zugleich ihre ökologische Vielfalt. Der zusätzliche Pflegeaufwand wird durch Naturschutz- und Biodiversitätsbeiträge von Bund und Kanton unterstützt.
Orchideen, spezialisierte Vogelarten und Amphibien
Die Gebiete «Tannbüel», «Wolfbüel» und «Hohhengst/Oberi Mülihaalde» sind lichte Wälder. Sie werden durch regelmässiges Mähen und Entbuschen offen gehalten.
Der hohe Lichteinfall und die zusätzliche Wärme schaffen gute Bedingungen für licht- und wärmeliebende Arten, darunter verschiedene Orchideen sowie spezialisierte Vogelarten.
Das vierte Waldreservat «Hofmersboden» grenzt an ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und bietet zahlreichen Arten, die auf feuchte Waldlebensräume angewiesen sind, einen wertvollen Rückzugsort.
Durch das Zuschütten von Entwässerungsgräben bleibt das Wasser wieder im Gebiet. So entstehen erneut feuchtere Lebensräume für Tiere und Pflanzen.










