Wie die Stadt Schaffhausen meldet, schafft die Teilrevision der Bauordnung und des Zonenplans zusätzlichen Wohnraum und stärkt gleichzeitig ökologische Werte.
Aussicht über Schaffhausen mit den Weinreben beim Munot.
Aussicht über Schaffhausen mit den Weinreben beim Munot. - Nau.ch / Miriam Danielsson
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Die Stadt Schaffhausen wächst und packt die räumlichen Herausforderungen an.

Die angepasste Nutzungsplanung ermöglicht zusätzlichen Raum für Wohnen und Arbeiten, stärkt die Freiräume und ökologischen Werte.

Mit der anstehenden Teilrevision von Bauordnung und Zonenplan schafft Schaffhausen die Grundlage für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung.

Schonender Umgang mit Boden und Landschaft

Mit dem 2019 verabschiedeten Richtplan Siedlung hat die Stadt Schaffhausen einen raumplanerischen Prozess angestossen, der nun in die Teilrevision von Bauordnung und Zonenplan mündet.

Oberstes Ziel ist ein schonender Umgang mit Boden und Landschaft sowie eine Siedlungsentwicklung nach innen, welche die Stadt Schaffhausen fit macht für die Zukunft.

Dazu gehören wohnliche Quartiere, vielfältige und hochwertige Aussenräume, bedarfsgerechte Infrastruktur- und Verkehrsangebote, nicht zuletzt auch gute Rahmenbedingungen für ansässige und neu angesiedelte Firmen.

Vielfältige Nutzung der Stadträume bleibt erhalten

Die Stadträume bleiben vielfältig nutzbar, die Identität von Altstadt und Quartieren wird gestärkt und gewahrt.

Die Stadt Schaffhausen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und umfasst heute rund 38’800 Einwohner.

Um für das weitere Bevölkerungswachstum Platz zu schaffen, ermöglicht die Teilrevision von Bauordnung und Zonenplan in den kommenden 15 Jahren zusätzlichen Wohnraum für Menschen, die in Schaffhausen leben und arbeiten werden.

Zusätzliche Ziele der Teilrevision

Die Qualitäten der gewachsenen Wohnquartieren sollen bewahrt, gleichzeitig ein moderates Wachstum ermöglicht werden.

Durch die Förderung der Quartierzentren bleiben die Quartiere attraktiv und lebendig.

In den Wohnzonen sollen die Biodiversität gestärkt, die Versiegelung des Bodens minimiert und bestehende Grünräume durch die Einführung einer Grünflächenziffer erhalten werden.

In ausgewählten, heute unternutzen Arealen werden attraktive Zonen für gemischte Wohn-, Arbeits- und Publikumsnutzungen geschaffen.

Erhalt historischer Strukturen in den Dorfkernzonen

Historische Bau- und Freiraumstrukturen in den Dorfkernzonen bleiben auf Basis der Gestaltungsrichtpläne erhalten.

Massgeschneiderte Vorgaben stützen und stärken den Schutz der wertvollen Bausubstanz der Altstadt. Die Aktualisierung von Naturschutzzonen bewahrt wertvolle Naturgebiete.

Die Nutzungsplanung des Stadtteils Hemmental wird mit seinen räumlichen Besonderheiten gesamtstädtisch integriert.

Gleichzeitig werden angemessene Entwicklungsmöglichkeiten für das ehemalige Bauerndorf geschaffen.

Neue Bezeichnungen für Wohnzonen

Die Teilrevision enthält verschiedene Neuerungen, so zum Beispiel identitätsstiftende Bezeichnungen für die Wohnzonen oder die Einführung von Transformations-, Quartierzentrums- und Hochhauszonen.

Zudem werden Rahmenbedingungen zum Erhalt der schützenswerten Ortsbilder der Altstadt sowie der Dorfkernzonen Hemmental, Buchthalen und Herblingen festgelegt.

Stadtplanung informiert lokale Verbände

Im Juni 2024 orientiert die Stadtplanung im Auftrag des Stadtrats die lokalen Organisationen und Verbände.

Nach Verarbeitung der Rückmeldungen folgt dann die öffentliche Mitwirkung.

Die Teilrevision von Bauordnung und Zonenplan bildet einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Schaffhausen.

Sie trägt dazu bei, die Lebensqualität in den Wohn- und Arbeitsplatzgebieten zu verbessern und die Stadt für kommende Generationen lebenswert zu gestalten.

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