Mit der Zusammenführung der Stadtverwaltung Schaffhausen im Stadthausgeviert werden in der Liegenschaft «Freudenfels» Räumlichkeiten frei für neue Nutzungen.
Stadtverwaltung Schaffhausen (Bereich: Stadt Entwicklung, Familie und Umwelt & Energie).
Stadtverwaltung Schaffhausen (Bereich: Stadt Entwicklung, Familie und Umwelt & Energie). - Nau.ch / Miriam Danielsson
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Wie die Gemeinde Schaffhausen mitteilt, stimmten der Grosse Stadtrat und die Stimmbevölkerung 2019 der Vorlage zur Entwicklung des Stadthausgevierts zu. Damit werden in den Jahren 2024 und 2025 mehrere bisher in der Altstadt verteilte Verwaltungsabteilungen im neuen Stadthausgeviert örtlich zusammengeführt.

Um die frei werdenden Liegenschaften rechtzeitig zu entwickeln und neuen Nutzungen zuzuführen, plant die Stadt Folgeprojekte, die bereits 2019 angekündigt wurden.

Nach der im Jahr 2021 verabschiedeten Vorlage zu den Liegenschaften «Zum Käfig» (Vorstadt 43) und «Oberhaus» (Oberstadt 23) beinhaltet diese Vorlage das zweite Folgeprojekt, bei dem es um die Entwicklung der Liegenschaft «Freudenfels» (Safrangasse 8) geht.

Historische Trauzimmer im «Freudenfels» bleiben erhalten

Die heutigen Schalter und Büros der Einwohnerkontrolle und des Zivilstandsamts werden zukünftig im Stadthausgeviert untergebracht sein. Die historischen Trauzimmer im «Freudenfels» sollen erhalten und weiterhin genutzt werden.

Im Untergeschoss des «Freudenfels» besteht weiterhin der «Chäller» als Veranstaltungsraum für Jugendliche mit separatem Zugang. Die übrigen Räumlichkeiten sollen als Büros, Ateliers oder Praxen an Dritte vermietet werden.

In Anbetracht der teilweisen Weiternutzung für öffentliche Zwecke (Trauzimmer, «Chäller») beantragt der Stadtrat eine eigene Entwicklung der Liegenschaft. Die freigespielten Räumlichkeiten sollen vermietet werden.

Damit können die Schnittstellen zwischen privaten und öffentlichen Nutzungen einfacher geregelt werden, und die Stadt verfügt über Reserven, sofern die Verwaltungsnutzungen im Stadthausgeviert zukünftig an räumliche Grenzen stossen.

Trauzimmer im «Freudenfels» werden mit einem Lift zugänglich

Die umfassende Sanierung der Altstadtliegenschaft «Freudenfels» beinhaltet das Erdgeschoss, das erste und zweite Obergeschoss. Zentral ist der Einbau eines Lifts, mit dem insbesondere die Trauzimmer hindernisfrei erschlossen werden.

Die vor rund 60 Jahren erstellten Nasszellen sind sanierungsbedürftig, und auch bezüglich Brandschutz sind umfangreichere Massnahmen notwendig, damit die heutigen Anforderungen erfüllt werden.

Investitionskosten von 3,540 Millionen Franken

Die Investitionskosten betragen 3,540 Millionen Franken plus minus 20 Prozent, wovon 2,780 Millionen Franken als gebunden und 0,760 Millionen Franken als ungebunden gelten. Der Kredit wird indexiert und beinhaltet 15 Prozent Reserven.

Mieteinnahmen von 175'000 Franken pro Jahr erwartet

Mit der neuen Nutzung können künftig höhere Mietzinserträge von rund 175'000 Franken pro Jahr erwartet werden. Die Liegenschaft weist eine angemessene Brutto- und Nettorendite aus. Mit der Vorlage beantragt der Stadtrat beim Grossen Stadtrat einen Investitionskredit über 3,540 Millionen Franken für die Sanierung der Liegenschaft.

Da der ungebundene Anteil dieser Kosten 760'000 Franken beträgt, wird der Kredit dem fakultativen Referendum unterstellt.

Sanierung wird im Jahr 2024 vorgenommen

Die Sanierung wird in Abstimmung mit dem Projekt Stadthausgeviert nach dem Umzug der Verwaltung Ende 2023 im Jahre 2024 stattfinden. Mit diesem Vorgehen zur Entwicklung und Sanierung der Liegenschaft «Freudenfels» entsteht ein Mehrwert für die Schaffhauser Bevölkerung.

Das Gebäude kann teilweise einer neuen Nutzung zugeführt werden, welche zur Belebung der Altstadt beitragen. Die historischen Trauzimmer bleiben erhalten und sind zukünftig hindernisfrei zugänglich.

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