Prix Velo 2025: Handlungsbedarf beim Veloverkehr bleibt bestehen
Mit einer Durchschnittsnote von 3,5 beim Prix Velo 2025 liegt die Stadt Schaffhausen unverändert auf dem Stand von 2021. Es besteht klar Handlungsbedarf.

Die Bewertung der Velofreundlichkeit in der Stadt Schaffhausen verbleibt insgesamt auf tiefem Niveau. Wie die Stadt Schaffhausen schreibt, liegt sie mit einer Durchschnittsnote von 3,5 beim Prix Velo 2025 unverändert auf dem Stand von 2021.
Der nationale Durchschnitt der Schweizer Städte, welche an der Umfrage teilgenommen haben, liegt bei 3,9.
Die Stadt Schaffhausen hat im Zeitraum von September bis November 2025 gemeinsam mit knapp 60 anderen Schweizer Städten und Gemeinden am Prix Velo teilgenommen, welcher von Pro Velo Schweiz initiiert wird und Aussagen zur Velofreundlichkeit der Städte liefert.
Im Vergleich mit Städten ähnlicher Grösse belegt Schaffhausen dabei den 17. von 18 Plätzen, schweizweit rangiert sie auf Platz 53 von 56.
Positiv bewertet: Verkehrsklima
Aus Sicht der Velofahrenden in der Stadt Schaffhausen besteht weiterhin klarer Handlungsbedarf – insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Komfort und Durchgängigkeit des Velonetzes.
Besonders kritisch beurteilt werden gefährliche Stellen/Kreuzungen, die Veloführung bei Baustellen und Defizite auf Hauptachsen. Entsprechend schneiden die Kategorien Sicherheit (3,3) und Komfort (3,1) am schwächsten ab.
Positiv bewertet wird hingegen das Verkehrsklima: Das rücksichtsvolle Miteinander zwischen den Verkehrsteilnehmenden wird insgesamt vergleichsweise gut beurteilt. Auch die pauschale Einschätzung «Ich kann hier gut velofahren» fällt mit 3,9 besser aus als die Gesamtnote.
Die deutlich höhere Beteiligung an der Umfrage – 488 Rückmeldungen gegenüber 263 im Jahr 2021 – verleiht den aktuellen Ergebnissen zusätzliches Gewicht.
Stadtrat setzt auf Weiterentwicklung über bestehende Planungsinstrumente
Die Resultate sind als externe Standortbestimmung zu verstehen und bestätigen zentrale Erkenntnisse aus dem Gesamtverkehrskonzept (GVK). Der Handlungsbedarf beim Veloverkehr ist bekannt und strategisch adressiert.
Jüngste Fortschritte und die fortlaufende Behebung von Schwachstellen spiegeln sich jedoch bislang noch nicht in der Bewertung wider. Der historisch gewachsene Stadtraum und die Topografie stellen dabei besondere Anforderungen und erfordern differenzierte, ortsspezifische Lösungen.
Die Ergebnisse fliessen in die laufenden Arbeiten zur Veloinfrastruktur ein und dienen als Grundlage für die Priorisierung von Massnahmen – insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Baustellenmanagement und Netzlücken.
Der Stadtrat setzt weiterhin auf eine schrittweise und fachlich fundierte Weiterentwicklung über die bestehenden Planungsinstrumente.










