Kadetten Schaffhausen

Kadetten Schaffhausen verlieren bei Kriens-Luzern

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Schaffhauserland,

Die Kadetten Schaffhausen verlieren auswärts beim HC Kriens-Luzern mit 27:33. Viele vergebene Chancen verhindern ein besseres Resultat.

Kadetten Schaffhausen
Die Kadetten Schaffhausen sind ein Schweizer Handballverein. Ihre Heimspiele tragen die Kadetten in der BBC Arena aus. - Andre Frensel/ Grafik Nau.ch

Wie die Kadetten Schaffhausen schreiben, unterlagen die Kadetten im für sie als bereits feststehenden Tabellenersten der regulären Saison bedeutungslosen Auswärtsspiel beim HC Kriens-Luzern mit 27:33. Manchmal kann Handball relativ einfach und Statistiken recht aussagekräftig sein.

Während die Quote der erfolgreichen Abschlüsse bei den ohne Europacup-Einsatz insgesamt frischer und entschlossener wirkenden Innerschweizern bei guten 75 Prozent lag, brachten die Kadetten lediglich 55 Prozent ihrer Würfe im Tor unter. Selbst drei Siebenmeter konnte der Schweizer Meister nicht nutzen und scheiterte insgesamt 13 Mal an Matchwinner Kevin Bonnefoi im Tor der Gastgeber. Mit 34 Prozent gehaltenen Würfen blieb er allzu oft auch bei freien Abschlüssen der Orangen Sieger.

Die mussten ohne ihren verletzen Captain Luka Maros sowie den nach im Spiel gegen Pfadi Winterthur erhaltener blauer Karte und für zwei Spiele gesperrten Linkshänder Patrik Martinovic auskommen. Die Enttäuschung über den hauchdünn um ein Tor verpassten Sprung unter die besten zwölf Teams der European League und das intensive Spiel gegen Frederica schienen noch nachzuwirken.

Kriens-Luzern setzte von Beginn an auf ein hohes Tempo und profitierte in der ersten Halbzeit vor allem von Fehlwürfen und Fehlern der Kadetten. Danach ging es mit Vollgas Richtung Kadetten-Tor. Im Positionsspiel hingegen hatte der Tabellenzweite deutlich mehr Mühe, sich durchzusetzen. Nach einer Viertelstunde nahm Hrvoje Horvat beim Spielstand von 9:6 seine erste Auszeit und wechselte ordentlich durch.

Kriens-Luzern frischer und konsequenter

Ein äusserst belebendes Element im Spiel seiner Mannschaft war fortan Juan Castro Alvarez, der mehrmals für ein Raunen auf den Rängen nach spektakulären Schlagwürfen und einem butterweich auf Odinn Thor Rikhardsson aufgelegten Pass zum Flieger sorgte. Auch der eingewechselte Leon Bergmann fand sich mit einem parierten Siebenmeter gut ein und zeigte sich danach in bester Torjäger-Manier, als er einen Pass abfing und sofort in den leeren Kasten des HCKL versenkte. Zur Pause war so beim Stand von 15:13 noch alles offen.

«Wir machen uns vorne das Leben selbst schwer, dadurch kommt Kriens zu vielen einfachen Toren und ins Tempo», sagte Maros in der Pause. Doch es blieb auch in Durchgang zwei dabei, dass die Kadetten nie richtig zu ihrem Spiel fanden und gerade im Abschluss zu wenig Konsequenz zeigten.

Erst rauschte ein Siebenmeter über das Tor, dann musste Dimitrij Küttel nach seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig vom Feld – umso ärgerlicher nach einem Fussspiel. Dafür übernahmen zunächst David Hrachovec und später Josip Peric im ohnehin ausgedünnten rechten Rückraum nach der Sperre von Martinovic. Doch weil Castro Alvarez Rikhardsson spektakulär auf Flugshow schickte blieb es auch nach 42 Minuten bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen.

Als die Munotstädter sich die Chance vom Siebenmeterpunkt zum 25:23 entgehen liessen, der nächste freie Abschluss neben dem Tor landete und Luca Sigrist sowie Jerome Müller auf der Gegenseite heissliefen, zeichnete sich die erste Niederlage in der regulären Meisterschaftsphase nach September 2024 gegen den HC Kriens-Luzern ab. Nach den beiden Siegen in den ersten zwei Aufeinandertreffen in dieser Saison schraubten die euphorisierten Verfolger in den letzten Minuten noch auf 33:27 nach oben.

Horvat sieht trotz Niederlage wichtige Lehren

«Wir haben viel aus diesem Spiel zu lernen», bilanzierte Horvat. «Mit dem Start war ich nicht zufrieden, ohne Stoppfouls, ohne Aggressivität und mit schlechtem Rückzugsverhalten. Dazu kam, dass wir dann, als die Möglichkeiten da waren, zurückzukommen, zu viele Chancen, inklusive drei Siebenmetern, vergeben haben.

Eine Mannschaft wie Kriens bestraft das natürlich.» Dennoch könne man aus dieser Niederlage, «auch wenn es jetzt merkwürdig klingt», so der 48-Jährige, «viel mehr für den Kampf um die Meisterschaft herausziehen als aus einem Sieg.»

Nationalmannschaftspause

Nun folgt ein spielfreies Wochenende im Ligabetrieb für ein Testspielwochenende der Nationalteams. Mit der Schweizer Nati bestreiten Lucas Meister und Dmitrij Küttel zwei Testspiele in Kroatien.

Am 25. März in Bern und am 1. April 2026 daheim in der BBC Arena folgen die beiden letzten Spiele der regulären Saison, ehe die Playoffs um die Meisterschaft am 8. oder 9. April 2026 beginnen. Gegner im Viertelfinal wird voraussichtlich der HSC Suhr Aarau um Topscorer Nikos Sarlos sein, der zur kommenden Saison nach Schaffhausen wechseln wird.

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