Schaffhausen

Erste Aktionswoche gegen Rassismus zieht Bilanz

Nau.ch Lokal
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Schaffhauserland,

Die erste Aktionswoche gegen Rassismus stiess im März 2026 auf breite Resonanz. Die Stadt prüft nun eine weitere Durchführung in den kommenden Jahren.

Aussicht über die Stadt Schaffhausen.
Aussicht über die Stadt Schaffhausen. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Schaffhausen schreibt, hat sie ein Zeichen gesetzt: Vom 21. bis 28. März 2026 fand in der Stadt Schaffhausen erstmals die Aktionswoche gegen Rassismus statt. Mit insgesamt 20 Veranstaltungen und Standaktionen wurde unter der Projektleitung der Stadt Schaffhausen und der Integrationsfachstelle Integres ein vielfältiges und öffentlich sichtbares Programm mit Vorträgen, Workshops, Kulturveranstaltungen und offenen Begegnungsräumen umgesetzt, das unterschiedliche Zugänge zur Thematik ermöglichte.

Insgesamt konnten rund 1100 Besuchende erreicht werden. Angesprochen wurden nebst der Bevölkerung auch Fachpersonen aus Schulen und sozialen Einrichtungen, Jugendliche und weitere Interessierte. Die erste Durchführung zeigte deutlich, dass in Schaffhausen ein reales Interesse an differenzierten, dialogorientierten und niederschwelligen Formaten zu diesem Thema besteht.

Ausgebuchte Rundgänge und musikalisch-bunte Highlights

Viele Angebote waren bis auf den letzten Platz besetzt. Zu den Höhepunkten gehörte der historische Stadtrundgang mit Hans Fässler sowie die Amnesty-International-Workshops, bei denen Teilnehmende lernten, wie man im Alltag auf diskriminierende Stammtischparolen reagiert.

Auch die Lesung von Emilia Roig aus ihrem Buch «Why We Matter» zog ein grosses interessiertes Publikum an. Den passenden Schlusspunkt setzte die Band Šuma Čovjek mit ihrem Konzert in der Kammgarn.

Ein optisches Highlight lieferte zudem das Projekt «Mosaik der Menschlichkeit», welches das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Schaffhausen gemeinsam mit der städtischen Jugendarbeit und dem Kulturlabor auf die Beine gestellt hatte.

Ein wichtiger Impuls für die Region

Die Ziele der Aktionswoche gegen Rassismus wurden erreicht: Das Thema Rassismus wurde nahbar gemacht, Betroffene wurden gestärkt und lokale Akteure aus Verwaltung, Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft vernetzten sich untereinander. Die Rückmeldungen zeigen, dass die Woche nachwirkt.

Viele Besuchende gaben an, dass sie sich durch die Veranstaltungen erstmals tiefgründig mit eigenen Vorurteilen auseinandergesetzt haben und wertvolle Impulse für ihren Alltag mitnehmen.

Mit der Durchführung der ersten Aktionswoche konnte gezeigt werden, dass mit begrenzten finanziellen Mitteln (rund 40'000 Franken) und dank substanziellen Eigenleistungen zahlreicher Partnerorganisationen eine hohe gesellschaftliche Wirkung erzielt werden kann.

Ein wesentlicher Teil der Leistungen wurde durch personelle, infrastrukturelle und organisatorische Beiträge der beteiligten Institutionen erbracht. In welcher Form eine nächste Durchführung der Aktionswoche gegen Rassismus in den kommenden Jahren stattfinden wird, wird derzeit geprüft.

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