Das Krienser Altersheim Grossfeld soll durch zwei sechsgeschossige Neubauten ersetzt werden. Mit dem Projekt «Tre Giardini» (Drei Gärten) will die Heime Kriens AG das Wohnen in den Mittelpunkt stellen, während Pflege, Betreuung sowie Hauswirtschaft in den Hintergrund rücken sollen.
Kriens
Blick auf Kriens. - Keystone

Der als schützenswert eingestufte Sichtbetonbau unweit der Krauerhalle in Kriens wurde in den 60er Jahren errichtet und bietet rund 100 Betten. Weil er Mängel aufweist, liessen die Heime Kriens in einem Architekturwettbewerb Alternativen ausarbeiten. Als Gewinner ging ein Vorschlag der Zürcher atelier ww Architekten hervor, wie die Heime am Dienstag mitteilten.

Diese haben bereits den Zuschlag für das neue Sicherheitszentrum in Rothenburg erhalten, das der Kanton bauen will. In Kriens planen sie, den heutigen Altersheimbau abzureissen und durch ein Wohngebäude mit 30 Pflegewohnungen sowie ein Doppelgebäude mit 56 Pflegezimmern und weiteren 16 Pflegewohnungen zu ersetzen.

Überzeugt habe die Jury unter anderem, dass die Planer auf einen zentralen Eingang verzichten und damit den «Heim-Charakter» vermeiden würden, heisst es in der Mitteilung. Die beiden Neubauten seien städtebaulich und betrieblich die bessere Lösung, als am bestehenden Haus festzuhalten. Dieses sei zwar schützenswert, aber nicht unter Schutz gestellt.

Die Neubauten werden mit Holzfassaden und begrünten, begehbaren Dachgeschossen versehen. Der Bau wird in drei Etappen vorgenommen, sodass das bestehende Heim bis zum Abriss in Betrieb bleiben kann. Die Heime Kriens AG wird zusammen mit den Architekten das Projekt weiterentwickeln und sodann ein Baugesuch einreichen. Die Stadt Kriens gibt ihr das Land und die heutigen Gebäude im Baurecht ab.