Die Coronapandemie hat im Halbjahresergebnis 2020/2021 der Titlis Bergbahnen tiefe Spuren hinterlassen. So gingen in der Wintersaison die Gästezahlen deutlich zurück, und unter dem Strich resultierte ein hoher Reinverlust von 7,3 Millionen Franken.
Titlis-Bahn
Die Titlis-Bahn. - Keystone

Von Anfang November 2020 bis Ende April 2021 besuchten 341'515 Gäste den Titlis. Das waren rund 25 Prozent weniger als im Vorjahr und 40 Prozent weniger als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, wie die Bergbahnbetreiberin am Montag mitteilte. Die internationalen Touristen hätten gefehlt und mit der verordneten Schliessung über die Festtage seien die umsatzstärksten Tage des Jahres weggefallen.

Der Ertrag der Bergbahn halbierte sich gegenüber der noch nicht von der Pandemie geprägten Saison 2018/19 auf rund 12 Millionen Franken. Noch schlechter erging es der Sparte Gastronomie und Hotels, wo die Erträge gegenüber dem Vorkrisenniveau gar um zwei Drittel einbrachen. Aber auch gegenüber dem Vorjahr, als die Saison im März vorzeitig abgebrochen worden war, reduzierte sich der Betriebsertrag um 38 Prozent.

Dank verschiedenen Sparmassnahmen ist es der Bergbahn gelungen, den Betriebsaufwand in der Wintersaison um knapp 20 Prozent zu reduzieren. Allerdings reichte dies nicht aus, um die Ausfälle zu kompensieren, und zum Halbjahr resultierte ein Reinverlust von 7,3 Millionen Franken nach einem Fehlbetrag von 3 Millionen im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2019/20 war im Januar ein Verlust von 19,6 Millionen Franken ausgewiesen worden.

Mit Blick nach vorne zeigt sich das Unternehmen zurückhaltend. Mit einer raschen Erholung des internationalen Tourismus könne nicht gerechnet werden, und so liege der Fokus auch in diesem Sommer auf Gästen aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland, heisst es im Halbjahresbericht. Damit werde es schwierig werden, das Vorjahresergebnis zu erreichen. Auch für die Wintersaison 2021/22 sei eine Normalisierung noch nicht absehbar.

Bezüglich dem Projekt «Titlis 3020» will das Unternehmen «frühestens» im Herbst 2021 über die Wiederaufnahme der sistierten Planungsarbeiten entscheiden. Der Bewilligungsprozess mit Bund und Kanton schreite aber voran, und Bewilligungen für einzelne Teilprojekte könnten noch 2021 vorliegen, heisst es dazu.

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