Brünigstrasse: Testbetrieb für Einbahnverkehr und Tempo 30
In der Gemeinde Sarnen ist ein Testbetrieb mit Einbahnverkehr und Tempo 30 auf der Brünigstrasse geplant. Ziel sind mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm.

Wie die Gemeinde Sarnen berichtet, informierten am 4. März 2026 Vertreter von Kanton, Gemeinde und Planungsteam darüber, wie die Sanierung der Brünigstrasse sowie der geplante Testbetrieb erfolgen sollen.
Der Testbetrieb bietet die Gelegenheit, die geplanten Verkehrsmassnahmen wie Einbahnverkehr auf der Brünigstrasse, die Führung des Veloverkehrs im Gegenverkehr und flächendeckend Tempo 30 im Zentrum ergebnisoffen in der Praxis zu erproben. Damit soll die Verkehrssicherheit erhöht, die Aufenthaltsqualität verbessert und der Lärm reduziert werden.
Rund 80 Personen liessen sich von Baudirektor und Regierungsrat Josef Hess, dem Gemeindepräsidenten Jürg Berlinger, den beiden Projektleitern Martin Bürgi (Kantonsingenieur) und Raphael Disler (Gemeinde) sowie dem Verkehrsplaner Markus Hofstetter (Firma Kontextplan) über die Sanierung der Brünigstrasse sowie den geplanten Testbetrieb informieren.
Ziel: Sicheres und attraktives Zentrum
In seiner Begrüssung erwähnte Jürg Berlinger, dass das Sarner Dorfzentrum allen am Herzen liege – als Ort des Zusammenkommens, des täglichen Lebens und der Begegnung. Aus diesem Grund habe man sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie das Zentrum sicherer, attraktiver und zukunftsfähig gestalten werden könne.
Ein zentrales Element dabei sei das geplante Einbahnregime in Kombination mit Tempo 30. «Wir sind überzeugt, dass diese Massnahmen einen entscheidenden Beitrag leisten können, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und den Verkehr im Zentrum nachhaltig zu ordnen», betonte Jürg Berlinger.
Josef Hess blickte auf die Informationsveranstaltung im Juni 2024 zum Betriebs- und Gestaltungskonzept zurück. An jenem Anlass stimmten rund 90 Prozent der Anwesenden den vorgesehenen Massnahmen wie Einbahnverkehr, Velo im Gegenverkehr und Tempo 30 zu.
Testbetrieb soll Wirksamkeit zeigen
Die vorgesehenen Massnahmen zur Erhöhung der Schulweg- und Verkehrssicherheit, zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität sowie zur Minderung der Lärmbelastung wurden sehr begrüsst.
Der geplante Testbetrieb soll ergebnisoffen die Wirksamkeit der verschiedenen Massnahmen zeigen. Dabei soll der Testbetrieb möglichst nahe an den geplanten Endzustand kommen.
Die Umsetzung muss jedoch verhältnismässig sein: Die baulichen Eingriffe sind aus Kostengründen auf ein Minimum zu reduzieren. Sollten mit den vorgesehenen Massnahmen nicht die angestrebten Ziele erreicht werden, so können die Massnahmen ohne grosse Kostenfolgen rückgängig gemacht werden.
Monitoring begleitet den Testbetrieb
Der Testbetrieb wird begleitet durch ein Monitoring, also einer Erhebung und Analyse von Verkehrsdaten. Das Monitoring soll zeigen, wie gut die geplanten Massnahmen in der Praxis funktionieren und wo allenfalls Anpassungen am Verkehrsregime notwendig sind.
Die geplanten Massnahmen gaben Anlass zu Fragen, auf die die Referenten kompetent eingehen konnten. Die vielfältigen Hinweise aus dem Publikum, beispielsweise zur Erreichbarkeit von bestimmten Zielen oder zu Verkehrsverlagerungen, wurden aufgenommen. Sie werden für die weitere Planung ausgewertet.
Insgesamt überwog die Zustimmung für die geplanten Massnahmen und für den Testbetrieb. Dieser wird als einmalige Chance gesehen, die Lösungsvorschläge aus dem Betriebs- und Gestaltungskonzept auszuprobieren und Erfahrungen damit sammeln zu können. «Ergebnisoffen testen bevor bauen!» so das Fazit der Informationsveranstaltung.










