Die Korporation Giswil durfte für die neue Wohnüberbauung Sunnäplätzli die Auszeichnung «Label Schweizer Holz» entgegennehmen.
Giswil
Von links nach rechts: Geschäftsstellenleiter Pro Holz Unterwalden Christoph Aeschbacher, Korporationspräsident Remo Berchtold, Korporationsvizepräsident Remo von Ah, Architekt Bärti Halter, Bauleiter Fabian Wälti, Korporationsrat Daniel Enz, Sandra Amgarten - Giswil

Sunnäplätzli - der Name dieser beiden Wohnhäuser mit 15 Wohnungen ist nicht zufällig. Die Korporation wollte das Potential der Sonne voll ausschöpfen. Deshalb wurden beide Dächer komplett mit Photovoltaikmodulen belegt. Auch beim Baumaterial und der Heizung wurde auf Nachhaltigkeit gesetzt. Geheizt wird mit einheimischem Holz. Die Wohnüberbauung ist am korporationseigenen Wärmeverbund Gorgen angeschlossen.

Das innovative Holzbaukonzept besteht aus einer Mischbauweise aus Massivholz- und Holzrahmenbau mit einem hohen Holzanteil aus den eigenen Waldungen der Korporation Giswil von insgesamt rund 440 m3 Konstruktionsholz (Mondholz) und 40 m3 Fassadenschalung.

Christoph Aeschbacher, Geschäftsstellenleiter von Pro Holz Unterwalden, hat anlässlich der Frühlingskorporationsversammlung vom 26. Mai 2021 das Label „Schweizer Holz“ überreicht. In der schmucken Überbauung der Korporation Giswil wurden insgesamt 682.2 Kubikmeter Holz verbaut. 87.7 Prozent (oder 598.3 m3) dieses Holzes stammen aus dem Schweizer Wald und sind in der Schweiz verarbeitet worden. Diese Holzmenge wächst im Schweizer Wald in 33 Minuten wieder nach!

In diesem Holz sind rund 500 Tonnen des Treibhausgases CO2 gebunden und somit für Jahrzehnte der Atmosphäre entzogen. Das entspricht ungefähr der Menge, welche 99 in der Schweiz lebende Personen in einem Jahr produzieren.

Die Wertschöpfungskette der Korporation Giswil kommt bei diesem Bau besonders zum Tragen, wurde doch sehr viel eigenes Holz verbaut. Der grösste Teil des Rohmaterials Kies für die Betonherstellung kam ebenfalls vom eigenen Grund und Boden. Das Ziel, mit dem eigenen Rohstoff Holz die Gebäude zu bauen, wurde konsequent verfolgt und auch erreicht. Die grossen Holzabnehmer des Fortbetriebes der Korporation Giswil konnten alle berücksichtigt werden. Somit konnte ein wichtiges Zeichen für die vergangenen und die zukünftigen Geschäftsbeziehungen mit den Holzabnehmern gesetzt werden.

Holz für den Klimaschutz

Wer mit Holz baut, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Senkung von CO2. Schweizer Holz weist zudem dank kurzen Transportwegen verhältnismässig wenig Graue Energie auf. Wer Schweizer Holz zum Bauen braucht, trägt zur nachhaltigen Nutzung und Gesunderhaltung der einheimischen Wälder bei. Der Schweizer Wald ist zwar durch eines der weltweit strengsten Waldgesetze geschützt. Wenn aber zu wenig Holz geerntet wird, überaltert der Wald, er verliert seine Stabilität und bietet weniger Schutz gegen Wind, Hochwasser, Murgänge, Lawinen oder Steinschlag.

Die Herkunftsbezeichnung Schweizer Holz ist eine Prestigeauszeichnung und zugleich auch eine Bestätigung, dass die Korporation Giswil mit dem Neubau der beiden Wohnhäuser im Sunnäplätzli der richtige Weg beschritten hat – gebaut in Schweizer Holz. Und die Korporation Giswil lebt die Nachhaltigkeit vor mit dem Heizwerk Gorgen, den verschiedenen Photovoltaikanlagen sowie der neuen Wohnüberbauung Sunnäplätzli.

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