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Ertragsüberschuss 2025 entlastet künftige Kernser Budgets

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Obwalden,

Dank eines positiven Abschlusses konnte die Gemeinde Kerns zusätzliche Abschreibungen tätigen. Die Finanzvorsteherin mahnt jedoch vor steigenden Pflegekosten.

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Dorfzentrum Kerns. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

An der Frühlingsgemeindeversammlung vom 12. Mai 2026 stimmt das Kernser Stimmvolk über die Jahresrechnung 2025 ab, berichtet die Gemeinde Kerns. Zudem werden das Präsidium und Vizepräsidium des Gemeinderats für ein Jahr gewählt. Ebenso steht die Erteilung des Gemeindebürgerrechts für vier Personen auf der Traktandenliste.

Die Erfolgsrechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 127'000 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 266'000 Franken. Im Rechnungsergebnis sind zusätzliche Abschreibungen von 1,53 Millionen Franken enthalten.

Der Gemeinderat beabsichtigt, mit diesen zusätzlichen Abschreibungen künftige Budgets und Rechnungsergebnisse etwas zu entlasten.

Steuereinnahmen führen zu höherem Gesamtertrag

Der betriebliche Gesamtertrag von 28,8 Millionen Franken weist Mehreinnahmen von 1,4 Millionen Franken gegenüber dem Budget aus. Der Hauptgrund liegt bei den um 1 Millionen Franken höher ausgefallenen Steuereinnahmen.

Wobei die natürlichen Personen um 663'000 Franken und die juristischen Personen um 532'000 Franken höher ausgefallen sind. Im Gegenzug wurde bei den Sondersteuern der budgetierte Betrag um 170'000 Franken nicht erreicht.

«Bei den juristischen Personen ist der höhere Ertrag auf Nachfakturierungen aus den Vorjahren zurückzuführen. Es ist davon auszugehen, dass der Ertrag in den folgenden Jahren wieder tiefer ausfallen wird», gibt die Vorsteherin des Departements Finanzen Monika Ettlin-Kellenberger zu verstehen.

Tieferer Aufwand trotz steigender Gesundheitskosten

Der betriebliche Gesamtaufwand fällt um rund 550'000 Franken tiefer aus als budgetiert und beträgt 27,6 Millionen Franken. Der Personalaufwand konnte um 0,33 Millionen Franken und der Sach- und übrige Betriebsaufwand um 0,52 Millionen Franken unterschritten werden.

Hingegen liegt der Transferaufwand um 0,53 Millionen Franken oder rund acht Prozent über dem Budget. Es handelt sich dabei insbesondere um stark angestiegene Beiträge an Alters- und Pflegeheime sowie die ambulante Krankenpflege.

«Die Gesundheitskosten werden uns auch in Zukunft beschäftigen, entsprechend ist es wichtig, dass wir die Gesamtausgaben im Auge behalten. Dies ist im vorliegenden Abschluss 2025 sicherlich gelungen», erklärt Gemeinderätin Monika Ettlin-Kellenberger.

Hohe Investitionstätigkeit

Von den geplanten Nettoinvestitionen von rund 8,7 Millionen Franken konnten rund 3,9 Millionen Franken umgesetzt werden. Die Bruttoinvestitionen betrugen jedoch stattliche 9,9 Millionen Franken.

Die grössten Ausgaben fielen mit 6,7 Millionen Franken für die Schulliegenschaften an, insbesondere für das Gesamtschulraumprojekt. Bei den Strassen und Verkehrswegen sowie den Wasserversorgungsprojekten wurden die budgetierten Beträge nicht ausgeschöpft oder es kam zu Verzögerungen.

Auf der Einnahmenseite schlägt vor allem die geplante Darlehensrückzahlung der Stiftung Betagtenheim Huwel im Umfange von 5,4 Millionen Franken zu Buche.

Weiterhin solides Nettovermögen

Die Gemeinde Kerns weist per 31. Dezember 2025 ein Nettovermögen von 9,66 Millionen Franken aus. Das Nettovermögen zeigt auf, um wie viel das per Bilanzstichtag vorhandene Finanzvermögen (15 Millionen Franken) das Fremdkapital (5,34 Millionen Franken) übersteigt.

Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Abnahme 1,33 Millionen Franken. Pro Kopf der Kernser Bevölkerung ergibt dies ein Nettovermögen von rund 1470 Franken (Vorjahr 1'685 Franken).

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