Brunni-Bahnen Engelberg feiern Rekordjahr mit Millionenumsatz
Am Dienstag, 27. Oktober 2026, begrüssten die Brunni-Bahnen Engelberg AG erstmals über 360 Aktionärinnen und Aktionäre zur Generalversammlung.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Brunni-Bahnen erzielen mit über 9,3 Mio. Franken Umsatz ein Rekordergebnis.
- Der Sessellift Ristis–Brunnihütte soll durch eine Gondelbahn ersetzt werden.
- Die Aktionäre erhalten neu 30 Franken pro Aktie, der Sommer verzeichnet Rekordzahlen.
Über 360 Aktionärinnen und Aktionäre strömten gestern Dienstag in den Kursaal Engelberg zur Generalversammlung der Brunni-Bahnen Engelberg AG teil. Das Tourismusunternehmen blickt auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und knackt mit einem Umsatz von über CHF 9,3 Mio. Franken erstmals eine neue Umsatzmarke.
Mit einem hervorragenden EBITDA von CHF 2,3 Mio. erzielt das Unternehmen ein weiteres Rekordergebnis. Die positive Kostenentwicklung ermöglicht es, einmal mehr zusätzliche Abschreibungen vorzunehmen und damit die finanzielle Basis für die Zukunft weiter zu stärken.
Auch die Gastronomie entwickelt sich erfreulich und trägt rund 40 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Am Erfolg dürfen auch die Aktionärinnen und Aktionäre teilhaben: Die Generalversammlung genehmigte die Erhöhung der Ausschüttung aus der Kapitaleinlagereserve von bisher CHF 25 auf neu CHF 30 pro Aktie.
Ersatzanlage voraussichtlich im Jahr 2030
Die Brunni-Bahnen Engelberg AG hat ihre Investitionsplanung überarbeitet und entschieden, den geplanten Ersatz des bestehenden 3er-Sessellifts Ristis–Brunnihütte mit Betriebsstart Winter 2030/31 vorzuziehen. Ursprünglich war die Umsetzung für Winter 2032/33 vorgesehen. Die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Geschäftsjahre und die positive finanzielle Situation erlauben es, das wegweisende Bahnprojekt früher anzugehen.
Im kommenden Jahr wird das Plangenehmigungsverfahren umgesetzt. «Auf Basis des abgeschlossenen Vorprojekts ist eine kuppelbare 8er-Gondelbahn mit einer Förderkapazität von 1'200 Personen pro Stunde vorgesehen», erläutert Geschäftsführer Roman Barmettler. Die Gondelbahn erfüllt die Anforderungen für den Sommer- und Winterbetrieb am besten und stellt eine nachhaltige Lösung für die kommenden Jahrzehnte dar.
Ehrung für ein Lebenswerk
Eine besondere Würdigung erhielt Hans Bünter, Betriebsleiter von 1984 bis 2010 und zuletzt noch Verwaltungsrat bis 2014, am Ende der Generalversammlung. Verwaltungsratspräsident Fredy Miller überreichte ihm ein eigens zusammengestelltes Buch, das sein langjähriges Wirken und seinen prägenden Einfluss auf die Entwicklung des Brunni-Gebiets dokumentiert.
Damit sprachen die Brunni-Bahnen ihren herzlichen Dank und ihre grosse Wertschätzung für sein ausserordentliches Engagement aus. So erklärt Miller vor der Versammlung: «Viele Angebote, die wir heute schätzen, tragen seine Handschrift. Von der Klostermatte über den Sessellift bis hin zum Härzlisee. Auch den Globi verdanken wir ihm»
Rekordsommer
Der diesjährige Sommer stellte sämtliche bisherigen Umsätze in den Schatten. Trotz des bereits starken Vorjahres konnten die Brunni-Bahnen bei den Ersteintritten nochmals um 17 % zulegen. «Während sich der Verkehrsertrag auf einem ähnlichen Niveau wie die Ersteintritte steigerte, legte der Gastroumsatz zum Sommer 2025 um plus 20 % zu», erwähnte Roman Barmettler.
Ein Faktor ist die erfreuliche Nachfrage der Übernachtungsangebote in der Brunnihütte und der Berglodge Ristis. Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt verzeichneten die Brunni-Bahnen im ersten Halbjahr ein Umsatzwachstum von gut 26 Prozent. Die positive Geschäftsentwicklung und die gesunde Liquiditätsbasis ermöglichen es, den Brunni-Bahnen weiter Bankdarlehen zurückzubezahlen.
Besonders Familien profitieren von attraktiven Angeboten: Im Sommer fahren Kinder in Begleitung eines Erwachsenen gratis. Damit unterstreichen die Brunni-Bahnen ihre Ausrichtung als familienfreundliches Ausflugsziel.






