Die «Lälli-Zunft Sarnen» wird das denkmalgeschützte Spritzenhaus am Dorfplatz bis 2051 übernehmen und umbauen. Eine intensivere Nutzung ist geplant.
Sarnen
Die Gemeinde Sarnen. (Symbolbild) - Keystone

Die Gemeinde Sarnen hat für die Vermietung und öffentliche Nutzung des Spritzenhaus Sarnen eine langfristige Lösung gefunden. Die Lälli-Zunft Sarnen wird das altehrwürdige Gebäude am Dorfplatz im Nutzungsrecht bis 2051 übernehmen, in den kommenden Monaten im Innenbereich funktional umbauen und die Räumlichkeiten im heutigen Rahmen weiterhin Vereinen und für öffentliche wie auch private Anlässe zur Verfügung stellen. In Zusammenarbeit mit der Ortskernentwicklung werden zudem Ideen für mittel- bis langfristige Nutzungen erarbeitet.

Die Lälli-Zunft nutzt das Spritzenhaus bereits seit Jahren als Zunftlokal

Im Jahre 2003 hat die Gemeinde Sarnen das Spritzenhaus am Dorfplatz nach einer Gebäudesanierung der Trägerschaft Spritzenhaus zur Nutzung überlassen. Die Trägerschaft – bestehend aus der Lälli-Zunft, Sarner Gugger, Rätschbäsä und dem Sarner Wochenmarkt – verantwortete als Verwalterin des Spritzenhauses die Vermietung und den Unterhalt der Räumlichkeiten im Erd- und Untergeschoss.

Die Lälli-Zunft hatte ebenfalls im Jahr 2003 das Obergeschoss des Spritzenhauses von der Gemeinde als Rohbau übernommen und mit eigenen Mitteln zum Zunftlokal ausgebaut. Der inzwischen aufgelöste Trägerverein Spritzenhaus stellte den Betrieb des Erd- und Untergeschosses sicher.

Die Vermietung, sowie der Betrieb und Unterhalt wurde sichergestellt

«Der Einwohnergemeinderat hat für die Zukunft nach einer einfachen, praktikablen und pragmatischen Lösung gesucht, die auf lange Sicht Vermietung, Betrieb und Unterhalt des historischen Gebäudes mit entsprechendem Investitionsbedarf sicherstellt und Kontinuität gewährleistet», so Gemeindepräsident Jürg Berlinger. «In den Gesprächen mit der Lälli-Zunft über die mittel- bis langfristigen Perspektiven des Spritzenhauses wurde deutlich, dass sie mit einer Erweiterung des Innenbereichs das Haus noch verstärkter für die Bevölkerung und Vereine öffnen möchte. Das ist ganz in unserem Sinn.»

Das denkmalgeschützte Spritzenhaus soll intensiver genutzt werden

Die zwischen der Einwohnergemeinde Sarnen und der Lälli-Zunft bestehende Nutzungsvereinbarung gilt bis Ende 2051. «Die Lälli-Zunft wird die Räumlichkeiten des Spritzenhauses wie bis anhin für Anlässe an Vereine wie auch Privatpersonen und Firmen vermieten», so Bruno Hochuli, Obmann der Lälli-Zunft. «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass das denkmalgeschützte Spritzenhaus intensiver genutzt und im Sarner Kulturleben weiterhin einen wichtigen Platz einnimmt.» Zu diesem Zweck sollen auch in Zusammenarbeit mit der Ortskernentwicklung Sarnen Ideen für mittel- bis langfristige Nutzungsmöglichkeiten angedacht und umgesetzt werden.

Die Lälli-Zunft übernimmt die Umbau- und Unterhaltskosten

Die Lälli-Zunft beabsichtigt nun, das Obergeschoss des Spritzenhauses auf eigene Kosten um- und weiter auszubauen. Zudem übernimmt sie auch die Investitions- und Unterhaltskosten im gesamten Innenbereich. Im Erdgeschoss wird eine zeitgemässere Catering- Infrastruktur die Vermietung an Dritte vereinfachen.

Zusammen mit der Zunft-Lounge im Obergeschoss wird das eindrucksvolle Gebäude als kulturelle Basis und Bühne zukünftig Vieles ermöglichen – sei das eine Lesung, ein Konzert, kulinarische Events, ein privater Geburtstag oder ein Hochzeits-Apéro. «Wir werden ein offenes Haus für alle sein. Auch die bisherigen Mitbenutzer sollen weiterhin darin Platz finden und partnerschaftlich willkommen sein», so Bruno Hochuli.

Die Umbauarbeiten sind bis Herbst 2022 angedacht

Aktuell treibt die Lälli-Zunft die Planung voran, um anschliessend die Baubewilligung beantragen zu können. Nach der Fasnacht 2022 wird umgehend mit dem Umbau im Erdgeschoss gestartet, damit die Räumlichkeiten baldmöglichst wieder genutzt werden können. Anschliessend soll bis zum Herbst 2022 das Obergeschoss umgebaut werden.

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