Im kleinen bernjurassischen Dorf Belprahon findet am 27. Juni doch keine neue kommunale Abstimmung über die künftige Kantonszugehörigkeit statt. Der Gemeinderat hat beschlossen, den Urnengang abzusagen, wie er am Freitag mitteilte.
Belprahon
Ein Schild mit dem Ortsnamen und dem Wappen des Kanton Jura liegt über dem Ortsschild von Belprahon. (Archivbild) - Keystone

In der Mitteilung drückt die Exekutive der 300-Seelen-Gemeinde ihre Unzufriedenheit darüber aus, dass der Bund und die Kantone Bern und Jura der Gemeinde ihre Unterstützung für einen neuen Urnengang untersagten.

Der Bund, der Kanton Bern und auch der bernjurassische Rat hatten nach Bekanntwerden der Abstimmungsankündigung durch den Gemeinderat von Belprahon gesagt, es gebe keine gesetzliche Grundlage für eine solche Abstimmung. Der Kanton Jura gab bekannt, er werde das Ansinnen weder fördern noch unterstützen.

Im September 2017 hatte die kleine Gemeinde über die Kantonszugehörigkeit abgestimmt und sich knapp für den Verbleib beim Kanton Bern entschieden. Belprahons Exekutive ist der Meinung, damals habe sich das Volk wegen der Wirren im nahen Moutier nicht in voller Kenntnis der Sache an der Urne äussern können.

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