Die Rechnung 2020 der Gemeinde Grosswangen schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 1'097'033.00 ab.
Rechnung
Die Rechnung der Gemeinde Schüpfen fällt nicht schlecht aus. (Symbolbild) - Pixabay

Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von Fr. 93'376.00. Einige Kosteneinsparungen auf der Aufwandseite und höhere Steuererträge haben zu diesem positiven Ergebnis beigetragen.

Die Rechnung schliesst damit um fast 1.2 Mio. Franken besser ab als budgetiert. Im Ergebnis enthalten ist ein Ertrag von Fr. 650'000.00 aus der Entnahme aus der Aufwertungsreserve. Ohne diesen ausserordentlichen Ertrag beläuft sich der Ertragsüberschuss auf rund Fr. 450'000.00.

Der Aufgabenbereich Steuern und Finanzen trägt mit einem Mehrertrag von rund Fr. 773'000.00 zum guten Ergebnis bei. Zum Mehrertrag haben vor allem die Steuern früherer Jahre aber auch die Steuern aus dem Rechnungsjahr und die Sondersteuern beigetragen.

Auch die weiteren Aufgabenbereiche konnten alle innerhalb des bewilligten Globalbudgets abschliessen und weisen zum Teil grössere Minderaufwendungen aus: Politik und Verwaltung Fr. 87'000.00, Bildung Fr. 73'000.00, Kultur, Jugend, Sport Fr. 3'000.00, Soziales und Gesundheit Fr. 28'000.00, Verkehr, Raumordnung und Umwelt Fr. 232'000.00, Infrastruktur Fr. 2'000.00. Auch beim Betagtenzentrum Linde fällt die Entnahme aus der Spezialfinanzierung rund Fr. 48'000.00 tiefer aus als budgetiert.

Das bewegte Geschäftsjahr hatte auch Auswirkungen auf die Jahresrechnung des Betagtenzentrums Linde. Mit dem Geschäftsergebnis darf man jedoch zufrieden sein, denn aufgrund der Pandemie musste mit erheblichen Mehraufwendungen für Pflegekosten, Hauswirtschaft und Technischer Dienst sowie mit Mindereinnahmen in der Cafeteria gerechnet werden.

Die Investitionsrechnung weist Ausgaben von Fr. 1'629'725.00 auf und schliesst mit einer Nettoinvestitionszunahme von Fr. 1'347'336.00 ab. Mehrere Projekte im Aufgabenbereich Verkehr, Raumordnung und Umwelt konnten im 2020 nicht abgeschlossen oder noch nicht gestartet werden. Die entsprechenden Kredite werden ins Folgejahr übertragen.

Fünf Sonderkredite können innerhalb der bewilligten Kreditrahmen abgerechnet werden. Die Abrechnungen für die Sonderkredite Fussballplatz, Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges, Neubau Rotbrücke und die beiden Etappen der Sanierung der Feldstrasse sind an der Gemeindeversammlung traktandiert. Die Abrechnung für den Sonderkredit «Sanierung der Schiessanlage Feldgass» liegt noch nicht vor. Per 31. Dezember 2020 weist das Projekt eine Kreditüberschreitung von rund Fr. 118'000.00 auf.

Davon entfallen Fr. 40'000.00 für die Sanierung mit erweitertem Sanierungsziel. Weitere Mehrausgaben zeichneten sich im September 2020 bei der Ausführung der Sanierungsarbeiten ab. Die Altlasten-Belastung war am nordöstlichen Rand wesentlich grösser, als dies in der Voruntersuchung aufgezeigt wurde. Die Mehrausgaben für das minimale Sanierungsziel gehen zu Lasten des kantonalen Fonds für Altlasten. Die Mehrkosten für das erweiterte Sanierungsziel trägt die Gemeinde. Mit der Auszahlung der Bundes- und Kantonsbeiträge an die abgeltungsberechtigten Kosten kann im 2021 gerechnet werden.

Als Ergänzung zum Budget 2021 beantragt der Gemeinderat zwei Nachtragskredite. Dies sind einerseits Fr. 43'000.00 in der Erfolgsrechnung des Aufgabenbereichs Bildung für die Eröffnung einer zusätzlichen Abteilung an der Jahrgangsstufe P5 (5. Klasse) auf das Schuljahr 2021/22. Andererseits ist es ein Nachtragskredit von Fr. 115'000.00 für Ausgaben in der Investitionsrechnung des Aufgabenbereichs Verkehr, Raumordnung und Umwelt für die Anschaffung der Brandschutzausrüstung der Feuerwehr.

Dank dem guten Ergebnis können sieben der acht Finanzkennzahlen eingehalten werden. Einzig der Selbstfinanzierungsanteil liegt mit 8.5 % unter dem geforderten Wert von 10 %. Die Nettoschuld pro Einwohner beträgt Fr. 726.00. Im Vorjahr lag dieser Wert bei Fr. 885.00 und der kantonale Durchschnitt bei Fr. 533.00.

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