Wie der Verein Volley Amriswil mitteilt, ist das Team seit Wochen im Training für das Spiel zur Champions-League-Qualifikation im September 2022 in Brčko.
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Lindaren Volley Amriswil im Training. - Zweifel
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Wenn in drei Wochen mit dem Auswärtsspiel im bosnisch-herzegowinischen Brčko die Qualifikation zur Champions League beginnt, muss der amtierende Schweizer Meister und Cup-Sieger Lindaren Volley Amriswil in Hochform und bereit zu grossen Taten sein.

Dieses wichtige erste Spiel ist auch der Startschuss zu einer Phase mit zehn Spielen innerhalb eines Monats. Das Team des neuen Cheftrainers Vincent Pichette, einem 49-jährigen Kanadier, ist deshalb schon seit Wochen im Training, wobei das Kader erst ab Donnerstag dieser Woche komplett ist.

Coach hat sich intensiv um junge Spieler gekümmert

Vier Spieler waren in den letzten Wochen mit ihren Nationalteams unterwegs: Die beiden Schweizer Mischa von Burg und Ramon Diem spielten sich erfolgreich durch die EM-Qualifikation und qualifizierten sich erstmals für eine EM. Der Ägypter Abo Elsayed trainierte mit der Nationalmannschaft seines Landes, und der Marokkaner Hamza Ouyachi weilte mit dem marokkanischen Team an den Islamic Solidarity Games.

Coach Pichette hat sich in einer Intensivphase Anfang Juli 2022 der ganz jungen Schweizer Spieler angenommen. Die 18-jährigen Lars Migge und Etienne Schalch hatten dabei ebenso wie der 22-jährige Andy Messerli, der 21-jährige Fabrice Egger und der gleichaltrige Max Schedl Gelegenheit, auf höchstem Niveau trainieren zu können und sich für einen Platz im Team zu empfehlen.

Auf gute Physis wird Wert gelegt

Seit Mitte Juli weilen auch der Weltklasse-Passeur Dima Filippov, der in seine dritte Spielzeit bei Volley Amriswil startet, und der hochkarätige französische Diagonalangreifer Jhon Wendt, im Thurgau.

Dazu verbrachte Björn Höhne fast den ganzen Sommer über in Amriswil. Seit August 2022 trainiert auch der restliche Kader zweimal täglich, wobei sehr stark Wert auf die Physis gelegt wurde.

In einem Gespräch mit Vincent Pichette streicht der Trainer heraus, dass die Zeit bis zum ersten Ernstkampf sehr kurz ist. Mit Beginn des Monats September soll denn auch der Fokus auf das Spiel mit dem Ball gelegt und sehr stark an der Stabilität in der Annahme gearbeitet werden.

Der Coach setzt auf die Stammspieler

Dabei sieht der kanadische Coach einen Vorteil darin, dass fünf der sieben letztjährigen Stammspieler (inkl. Libero) weiterhin dem Kader angehören und mit dem ballverteilenden Passeur Filippov eingespielt sind.

Dass aber weiterhin auch an der Fitness gearbeitet werden muss, versteht sich von selbst. Dabei gilt diesbezüglich für diese letzte Phase: geringer im zeitlichen Umfang, dafür intensiver.

Die beiden Schweizer Nationalspieler Mischa von Burg und Ramon Diem zeigten sich an ihrem ersten Trainingstag beeindruckt von den neuen Mitspielern. Gleichzeitig schweben sie verständlicherweise auf Wolke sieben, denn die Qualifikation für die EM war ein sehr hohes Ziel, das mit riesigem Einsatz erreicht werden konnte.

Titel sollen verteidigt werden

Beide Spieler betonen, dass die Zeit mit der Nationalmannschaft sehr hart war: zuerst ein äusserst intensives Vorbereitungslager und dann sechs Spiele innert zweieinhalb Wochen mit ermüdenden Reisen nach Tuzla (Bosnien-Herzegowina), Tirana (Albanien) und Galati (Rumänien).

Wenn am 1. Oktober 2022 mit dem Auswärtsspiel in Luzern in die Meisterschaft gestartet wird, gilt es, die beiden im letzten Jahr errungenen nationalen Titel zu verteidigen.

Die Verantwortlichen von Volley Amriswil sind überzeugt, erneut ein sehr kompetitives Team zusammengestellt zu haben, dem die Verteidigung beider Titel zuzutrauen ist.

Dem Kader gehören mehr lokale Spieler an als früher, weil aus der zweiten Mannschaft grosse Talente herangereift sind, denen der Durchbruch in der erste Mannschaft zuzutrauen ist.

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