Krähenplage in Beinwil am See
Bis zu 15 Krähennester befinden sich auf einzelnen Bäumen im Häxewäldli in Beinwil am See. Während der Brutsaison sind die Krähen besonders laut.

Beinwil am See wird die Krähen nicht los. Schon vom Bahnhof aus sind die Krähen zu hören. Seit Jahren haben diese ihr Quartier im sogenannten Hexewäldli bezogen. «Ich schätze, dass es momentan etwa 200 bis 250 Krähen hier hat», sagt Rui Soares, Wirt des Restaurants Rütli im Gespräch mit der Aargauer Zeitung. Seine Gartenwirtschaft bietet Blick auf den Häxewald. Da aufgrund des Coronavirus momentan aber ohnehin nur Take-away erlaubt ist, stellen die Krähen für ihn aber kein Problem dar.
Früher habe es im Wäldli zudem noch viel mehr Krähen gegeben. Dass es nun weniger sind, hat einen einfachen Grund, wie Gemeinderätin Jacqueline Widmer im AZ-Bericht zitiert wird: «Einige Grundstückbesitzer haben Bäume gerodet, dadurch hat es auch weniger Nester.»
Die Krähen sind ein wiederkehrendes Thema im Dorf. An der Sommergmeind 2018 tat ein Anwohner seinen Unmut über die Vögel kund. Das Problem: Die Krähen machen viel Lärm und verkoten die Spazierwege, die durch den Häxewald führen.
Verschiedene Optionen wurden besprochen. Da Krähen schlaue Tiere sind, wären sogenannte Fake-Vögel nicht lange für eine Besserung sorgen. Eine radikale Rodung des Häxewäldlis ist nicht erlaubt. Eine Ausdünnung des oder das Entfernen von Baumkronen, auf denen sich Nester befinden, wäre Sisyphusarbeit. Zumal die einzelnen Grundstückbesitzer (der Wald gehört nicht der Gemeinde) damit einverstanden sein müssten. Scheint also, als würden die Krähen noch länger im Häxewald zu Hause sein.






