Kehricht statt Grünabfuhr: Neophyten richtig entsorgen
Die Gemeinde Unterkulm stellt kostenlos Neophytensäcke zur Entsorgung der gebietsfremden Pflanzen zur Verfügung. Wichtig: Diese gehören in den Kehricht.

In hiesigen Gärten wachsen viele gebietsfremde Arten, sogenannte Neophyten. Für uns Menschen sind die farbig blühenden Pflanzen eine Augenweide. Einer Mehrheit der Tiere bieten sie jedoch kaum Nahrung.
Ursprünglich kamen diese in der Schweiz nicht vor. Durch den Menschen gelangten sie als Nutz- oder Gartenpflanze oder durch Einschleppung hierher.
Bei einem Teil von ihnen handelt es sich um invasive Neophyten. Diese fallen durch ihren üppigen Wuchs, ihre invasive Verbreitung und Verdrängung der einheimischen Arten negativ auf. Dadurch wird die einheimische Artenvielfalt gefährdet.
Gewisse Pflanzen verursachen gesundheitliche Probleme, Schäden an der Infrastruktur oder Einbussen in der Land- und Forstwirtschaft. Einige dieser Pflanzen gehören zu den verbotenen invasiven Neophyten und dürfen nicht neu angepflanzt werden.
Per Säckli in den Kehricht
Die Gemeinde Unterkulm ruft die Bevölkerung dazu auf, die invasiven Neophyten aus ihrem Garten zu entfernen, damit sich diese nicht unkontrolliert in die Nachbarschaft und in natürliche Lebensräume ausbreiten.
Die Gemeinde stellt dafür kostenlose Neophytensäcke zur Entsorgung zur Verfügung. Die Säcke können bei der Sammelstelle im Werkhof Juch bezogen werden. Wer Neophyten in eigenen Gebinden sammelt, kann diese kostenlos im extra bezeichneten Container beim Werkhof entsorgen.
Neophyten sind auf keinen Fall über die Grünabfuhr zu entsorgen. Dies würde eine Verteilung der Samen weiter fördern. Neophyten gehören unbedingt in den Kehricht.
Auf der Webseite des Kantons Aargau sind unter dem Stichwort «Neobiota» zahlreiche Informationen zum Thema der gebietsfremden Pflanzen und Tiere zu finden. Weiteres Informationsmaterial ist bei der Gemeindeverwaltung Unterkulm erhältlich.









