Region ZürichseeLinth startet Beratungsstelle RIBA
In Uznach startet Mitte 2026 die RIBA, um ältere Menschen zu beraten, zu unterstützen und Heimeintritte zu vermeiden.

Wie die Gemeinde Uznach bekannt gibt, verdoppelt sich die Altersbevölkerung in der Region ZürichseeLinth (RZL) gemäss aktueller Statistik im Segment der über 80-Jährigen in den kommenden rund 25 Jahren von aktuell 4275 (Stand 2024) auf rund 10’300.
Der Bericht «Integrierte Versorgung im Alter» der RZL zeigt auf, wie die Region die Herausforderungen des demografischen Wandels koordiniert und effizient angehen will. Zu den Massnahmen gehört unter anderem der Aufbau einer Regionalen Informations- und Beratungsstelle Alter (RIBA).
Ältere Menschen und ihre Angehörigen stehen häufig vor einer Vielzahl an Herausforderungen in finanzieller, gesundheitlicher oder sozialer Hinsicht. Nicht alle sind in der Lage, diese eigenständig zu bewältigen, oder können nicht auf die Unterstützung durch Angehörige zurückgreifen. Sie benötigen deshalb oft Beratung und – wo nötig – auch aktive Hilfe bei der Organisation und Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen.
Mit der RIBA wird das Ziel verfolgt, dass alle Einwohner der RZL frühzeitig und bedarfsgerecht informiert und beraten sind. Das erleichtert es ihnen, möglichst lange in ihrem angestammten Zuhause mit einer hohen Lebensqualität sowie passenden Angeboten und Dienstleistungen leben zu können. Damit sollen unnötige Heim- und Spitaleintritte vermieden werden (Heimentlastung).
RIBA-Betrieb ab Mitte 2026 geplant
Fünf Institutionen wurden zur Offertstellung eingeladen, drei Offerten gingen ein. Der Auftrag, die RIBA aufzubauen und zu betreiben, wurde schliesslich der Spitex Linth erteilt.
Die RIBA wird frühestens Mitte 2026 den Betrieb beim geplanten Spitex-Standort beim Spital Linth in Uznach aufnehmen, und zwar für einen Versuchsbetrieb von vier Jahren. Die Kosten werden solidarisch von den beteiligten Gemeinden getragen und mit 4,90 Franken pro Einwohner und Jahr veranschlagt.
Der Gemeinderat stimmt dem Aufbau der RIBA als unabhängige, regionale und gemeindeübergreifende Informations- und Beratungsstelle zu. Die dafür notwendigen Gelder sind durch die Bevölkerung an der Budgetversammlung vom Dezember 2025 gesprochen worden.






