Eschenbach hat einen zusätzlichen Bezug aus der vorhandenen Reserve für die Förderung von energiepolitischen Massnahmen der Energiestadt bewilligt.
Elektroauto
Ein Elektroauto lädt sich an einer Station auf. - Pixabay

Seit 2010 führt die Gemeinde einen Fonds zur intensiven Förderung von energiepolitischen Massnahmen der Energiestadt Eschenbach. Aus diesem Fonds werden private Vorhaben finanziell unterstützt, welche nachhaltige Energie erzeugen oder die Effizienz beim Verbrauch verbessern. Dazu gehören Solar- und Photovoltaikanlagen, Holzheizungen, wärmedämmende Massnahmen und Sanierungen sowie Minergiezertifizierte Neubauten. Die Vergabe erfolgt nach Richtlinien, welche 2012 festgesetzt und seither bereits mehrfach an die laufende Entwicklung angepasst wurden.

Die hohe Nachfrage führt zur Anpassung der Entschädigungen

Die vergleichsweise grosszügigen Beiträge der Gemeinde Eschenbach erfreuen sich grosser Beliebtheit, sodass der jährliche Kredit von 150'000 Franken bereits im August ausgeschöpft war. Um diese an sich positive Entwicklung nicht zu bremsen, hat der Gemeinderat einen zusätzlichen Bezug aus der vorhandenen zweckgebundenen Reserve bewilligt. Zugleich wurden die Vergütungsansätze angepasst, damit die zusätzlich gesprochenen Mittel ausreichen sollten, um die bis Ende Jahr eingehenden Gesuche zu begünstigen.

Die Gemeinde fördert die Anschaffung von Elektroautos, Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher

Die grösste Korrektur erfolgte bei den Beiträgen für Elektroautos. Diese werden neu unabhängig vom Kaufpreis mit pauschal 500 Franken (bisher zehn Prozent vom Kaufpreis, maximal 2000 Franken) unterstützt. Dies begründet der Gemeinderat dadurch, dass die Anzahl an E-Autos laufend steigt, während die Preise rückläufig sind. Auch die Beiträge für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher werden vorerst um rund einen Drittel reduziert.

Diese neue Praxis gilt sicherlich bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres. Bis dahin wird die Energiekommission die Richtlinien für Energieförderbeiträge mit fachlicher Unterstützung grundlegend überarbeiten und dem Gemeinderat erneut vorlegen.

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