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Nachfolge für Laufen: Erstaufnahmeheim zieht nach Pratteln

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150 Plätze plus Reserve: Pratteln übernimmt ab 2027 die Asyl-Erstaufnahme für das Baselbiet. Das Projekt ist als Provisorium für fünf bis zehn Jahre geplant.

Blick über die Gemeinde Pratteln.
Blick über die Gemeinde Pratteln. - Nau.ch / Werner Rolli

Wie die Gemeinden Pratteln mitteilt, entsteht bis 2027 ein neues kantonales Erstaufnahmeheim für asyl- und schutzsuchende Personen. Darüber haben Bund, Kanton und Gemeinde informiert.

Die Einrichtung dient als Nachfolgelösung für das heutige Erstaufnahmeheim im ehemaligen Kantonsspital Laufen, das nur noch bis Ende 2026 genutzt werden kann. Das Provisorium ist für fünf bis zehn Jahre angelegt und soll eine geordnete, faire und kontrollierte Erstaufnahme im Baselbiet sicherstellen.

Dem Gemeinderat ist es ein Anliegen, den Charakter des umliegenden Quartiers zu bewahren und Ruhe sowie Sicherheit im Umfeld nachhaltig zu gewährleisten.

Entlastung für die Gemeinde

Geplant sind insgesamt 150 reguläre Plätze sowie zusätzliche 100 Reserveplätze, die bei erhöhtem Druck kurzfristig aktiviert werden können. Bei der Unterkunft handelt es sich ausdrücklich um eine Erstaufnahme und nicht um eine dauerhafte Unterbringung.

Der Aufenthalt ist zeitlich begrenzt und dauert in der Regel drei bis sechs Monate. In besonderen Einzelfällen kann sich die Aufenthaltsdauer verlängern. Das Zentrum in Pratteln ist eine kantonale Einrichtung und kein Bundesasylzentrum.

Die aufgenommenen Personen verbleiben nicht dauerhaft in der Gemeinde: Nach der Erstaufnahme, Stabilisierung und ersten Integrationsschritten werden sie vom Kanton auf die Gemeinden im Baselbiet verteilt. Ziel ist eine möglichst gerechte Verteilung.

Gemäss der Aufnahmequote von 2,6 Prozent der jeweiligen Wohnbevölkerung ist Pratteln verpflichtet, insgesamt 440 Personen aufzunehmen und entsprechende Unterkünfte bereit zu stellen. Diese Quote hat Pratteln in den letzten Jahren nicht erreicht. Durch den Betrieb des Zentrums wird Pratteln nun von der regulären Aufnahmepflicht entlastet.

Betrieb des Erstaufnahmeheims

Die Bewohnenden sollen sich grösstenteils auf dem Areal aufhalten. Mit einer Tagesstruktur und Bildungs- und Freizeitangeboten sollen Aufenthalte von asyl- und schutzsuchenden Personen im Quartier reduziert werden.

Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wird ernst genommen. Eine Ansprechstelle für Anliegen aus der Bevölkerung ist eingerichtet. Dank klarer Hausordnung, einer Betreuung rund um die Uhr sowie enger Zusammenarbeit mit der Polizei werden allfällige Probleme früh erkannt und rasch angegangen. Die Gemeinde geht Meldungen aus der Bevölkerung nach.

Eine Begleitgruppe und regelmässige Treffen helfen, Probleme früh zu erkennen und zu lösen. Ziel ist ein gutes Zusammenleben mit gegenseitigem Respekt.

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