Das Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS) hat pandemiebedingt ein schwieriges Jahr hinter sich. Die Institution fuhr einen Verlust von über 17'000 Franken ein. Dank Kurzarbeits- und Ausfallentschädigungen sowie Kosteneinsparungen fiel der Verlust nicht noch höher aus.
Jeder Ton muss sitzen: Nach Ansicht der Deutschen Orchestervereinigung herrscht in professionellen Orchestern ein enormer Leistungsdruck, der Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben kann. Foto: Marcus Brandt/dpa/Illustration
Jeder Ton muss sitzen: Nach Ansicht der Deutschen Orchestervereinigung herrscht in professionellen Orchestern ein enormer Leistungsdruck, der Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben kann. Foto: Marcus Brandt/dpa/Illustration - dpa-infocom GmbH

Das TOBS musste einen Publikumsrückgang von gegen 70 Prozent verkraften, wie das Haus am Freitag mitteilte. Insgesamt wurden über 200 Veranstaltungen abgesagt oder in die neue Saison verschoben.

Gerade einmal eine Opernproduktion, drei Schauspielproduktionen und die ersten zwei Sinfoniekonzerte konnten unter Schutzmassnahmen termingerecht zur Premiere gebracht und vor meist sehr reduziertem Publikum gezeigt werden.

Insgesamt besuchten 12'106 Besucherinnen und Besucher die Eigenvorstellungen und Konzerte in Biel und Solothurn. In der Vorjahressaison 2019/20 waren es über 40'000 gewesen. Auch der Gastspielbetrieb ist nach Angaben von Theater Orchester Biel Solothurn erheblich eingebrochen.

Der selbsterwirtschaftete Ertrag erreichte aufgrund der Coronapandemie mit 13 Prozent nicht den im Leistungsvertrag vorgegebenen Wert von 20 Prozent.

Das Haus nutzte indessen die Pandemiezeit, um mit Online-Streams und der Partnerschaft mit dem regionalen TV-Sender Telebielingue das digitale Angebot zu erweitern.

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