Wie die Gemeinde Jens informiert, wurde die vierjährige Versuchsphase der neuen Buslinie jetzt ausgewertet und die Ergebnisse liegen jetzt vor.
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Ein Bus von Bernmobil (Symbolbild). - Nau

Im November 2016 haben die Stimmberechtigten einen Verpflichtungskredit für die dreijährige Versuchsphase der Buslinie Bellmund–Jens–Lyss, als Ergänzung zu den bereits existierenden Linien 86 und 87, bewilligt. Nachdem auch die Gemeinden Kappelen und Bellmund dem Versuchsbetrieb zugestimmt hatten, konnte der Betrieb im Dezember 2018 starten.

Damit das Versuchsangebot später in ein definitives Angebot umgewandelt wird, wurde vorausgesetzt, dass durchschnittlich drei Passagiere pro Kurs mitfahren und der Kostendeckungsgrad 35 Prozent erreichen muss. Im ersten Versuchsjahr (2019) wurden total 17'549 Einsteigende verzeichnet. Über alle Kurse gesehen haben durchschnittlich 3,8 Reisende pro Kurs die Linie in Richtung Lyss–Bellmund benützt.

In die Gegenrichtung (Bellmund–Lyss) waren es 5,9 Reisende pro Kurs. In den beiden darauffolgenden Jahren liegt die Anzahl Einsteigende pro Jahr bei 11'239 und 11'067. Auch die Durchschnittwerte pro Kurs sind mit 2,8 und 4,1 (2020) sowie 2,6 und 3,7 (2021) etwas tiefer. Dies dürfte aber sicher auch im Zusammenhang mit der Homeoffice-Pflicht während der Corona-Pandemie stehen.

Regionales Angebotskonzept für den öffentlichen Verkehr

Die Regionale Verkehrskonferenz Biel-Seeland-Berner Jura (RVK1) erarbeitet im Auftrag des Kantons jeweils alle vier Jahre das Regionale Angebotskonzept für den öffentlichen Verkehr. Im Jahr 2019 hat die RVK1 die Erarbeitung des Angebotskonzeptes für die Jahre 2022 bis 2025 in Angriff genommen.

Darin war vorgesehen, dass unter anderem die neue Linie 369 Lyss–Bellmund, welche zu diesem Zeitpunkt als Versuchsbetrieb geführt wurde, definitiv ins Grundangebot aufgenommen wird. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat das Angebotskonzept letztinstanzlich im Frühling 2021 genehmigt. Seit Dezember 2021 gehört die Linie 369 somit zum Grundangebot.

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