Gampelen BE: PFAS im Boden – Revitalisierung des Fanel gestoppt
Auf dem Areal des ehemaligen TCS-Campingplatzes Fanel in Gampelen BE wurden PFAS-Schadstoffe entdeckt. Die geplante Revitalisierung ist vorerst eingestellt.

Auf dem Areal des ehemaligen TCS-Campingplatzes Fanel in Gampelen gibt es eine Belastung mit PFAS-Schadstoffen. Dies wurde im Zuge der Rückbauarbeiten festgestellt. Bei PFAS handelt es sich um langlebige, künstlich hergestellte Chemikalien, die in der Umwelt nur schwer abgebaut werden.
Bodenproben sollen jetzt zeigen, wo genau und in welchem Ausmass PFAS vorkommen.
Parallel zu den letzten Rückbauarbeiten des Campingplatzes durch den TCS wollte die Abteilung Naturförderung Mitte September mit der Revitalisierung des Geländes beginnen. Diese Arbeiten werden vorerst eingestellt. Zunächst müssen Untersuchungen zeigen, wie stark die Belastung ist und welche Massnahmen nötig sind.
Erst danach lässt sich beurteilen, wie sich die PFAS-Belastung auf die geplante Revitalisierung auswirkt und ob das Areal saniert werden muss. Auch die Folgen für den Zeitplan und die Kosten sind derzeit noch offen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es in der Schweiz derzeit keine allgemein verbindlichen Grenzwerte für PFAS im Boden gibt.
Die Ursache der PFAS-Belastung im Fanel ist derzeit noch nicht bekannt und ist Teil der weiteren Abklärungen. Bei der Projektierung im Jahr 2022 liess der Kanton bereits Bodenproben auf Schadstoffe wie Schwermetalle untersuchen. Dabei wurden keine auffälligen Belastungen gefunden.
Die Untersuchungen umfassten jedoch keine PFAS, da diese damals weniger im Fokus standen.
Der Kanton informiert über das weitere Vorgehen, sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Diese werden bis Ende Jahr erwartet.






