Ein spektakuläres, torreiches Derby lieferten sich der SV Muttenz und der FC Bubendorf, in dem am Schluss die Rotschwarzen deutlich die Oberhand behielten.
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Ein Mann hat einen Ball zwischen den Füssen. (Symbolbild). - Keystone

Der SV Muttenz und der FC Bubendorf lieferten sich ein spektakuläres, torreiches Baselbieter Derby, in dem am Schluss die Rotschwarzen deutlich die Oberhand behielten. Sie nutzten das riskante gegnerische Abwehrverhalten resolut aus und erarbeiteten sich zahlreiche klare Torchancen.

Die Gäste standen extrem hoch und boten so den Hausherren hinter der Abwehr viel Raum an. Dadurch liefen die Einheimischen zwar zigmal ins Offside, wenn sie sich allerdings durchkombinieren konnten, wurde es vor dem Gehäuse von Lionel Lüthi brandgefährlich.

Sieben erfolgreiche Abschlüsse

Der klare Erfolg der Hausherren hätte eigentlich noch um zwei bis drei Treffer höher ausfallen müssen. Weil sie allerdings in der Chancenauswertung arg sündigten, blieb es bei sieben erfolgreichen Abschlüssen. Die Mannschaft von Trainer Peter Schädler bot im Spiel nach vorne eine gute Leistung. Hinten hatte sie jedoch den einen oder anderen Wackler zu viel.

Vor allem bei Eckbällen brannte es jeweils lichterloh vor Alex Foti, der gewisse Schwächen bei hohen Flanken nicht verbergen konnte. In der Startphase rissen die Gastgeber das Geschehen sofort an sich. Sie brachten sich dann aber einmal mehr durch einen haarsträubenden Fehler im Spielaufbau in Rücklage.

Führung durch präzisen Flachschuss

Fabio Anceschi profitierte davon und brachte seine Farben mit einem präzisen Flachschuss in Führung. Lange hielt diese jedoch nicht, denn Lucas Mah setzte in der gegnerischen Hälfte energisch nach, spitzelte das Leder zu Daniel Reber, der zwischen den beiden Innenverteidigern entwich und entschlossen einschoss. Bis zur Pause ging es in diesem Stil weiter, die Muttenzer agierten äusserst druckvoll und kamen zu weiteren guten Einschussmöglichkeiten.

Nach Ablauf einer halben Stunde folgte der grosse Auftritt von Robin Hänggi. Mit seinem explosiven Antritt narrte er die gesamte Verteidigung Bubendorfs und traf herrlich ins Netz. Im Anschluss an ein weites Zuspiel von Benjamin Gysin stand Lamin Singhateh frei vor Lüthi und überwand diesen sicher. Nach dem Seitenwechsel gelangen den Rotschwarzen bis zur 55. Minute zwei weitere Tore.

Mustergültiger Treffer durch Srdan Sudar

Der eingewechselte Srdan Sudar, der sehr auffällig auftrat, zog von der Seitenlinie mit viel Zug in Richtung Lüthi und erzielte via Innenpfosten das 4:1. Den fünften Muttenzer Treffer bereitete Sudar mustergültig für Hänggi vor, der die Kugel direkt, wuchtig unter die Latte zirkelte. Trotz dem klaren Resultat gab sich der FC Bubendorf aber nicht auf und kam nochmals auf zwei Tore heran.

Fabrice Sollberger nutzte jeweils nach Eckbällen das heillose Durcheinander im Muttenzer Strafraum aus und markierte innert drei Minuten gleich zwei Treffer aus kurzer Distanz. Die Gäste machten sich nun berechtigte Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Dies auch deshalb, weil die Rotschwarzen fahrlässig hochkarätige Möglichkeiten ausliessen.

Nächstes Spiel Anfang Oktober 2021

Erst in der Schlussminute verwertete Tomi Saarelma einen überlegten Querpass von Nicolas Napoli, und in der Nachspielzeit war Sudar ein zweites Mal erfolgreich.

Den nächsten Auftritt hat der SV Muttenz bereits am Freitag, den 1. Oktober 2021. Um 20.15 Uhr spielt er in Courgenay im Stade Communal gegen den Spitzenreiter FC Ajoie-Monterri. Will das Team von Trainer Peter Schädler im Jura gegen den Tabellenführer bestehen, muss es defensiv unbedingt stabiler auftreten.

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