Die Jahresrechnung der Einwohnergemeinde Münchenstein 2020 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von CHF 3,4 Millionen ab.
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Finanzen (Symbolbild). - Keystone

Bei einem Gesamtaufwand von CHF 62'547'235 und einem Gesamtertrag von CHF 59'134'154 schliesst die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Münchenstein mit einem Aufwandüberschuss von CHF 3'413'081 ab (Budget: Aufwandüberschuss von CHF 1'676'967). Die Abweichung gegenüber dem Budget beträgt CHF -1'736'114.

Zur Budgetabweichung tragen unterschiedliche, zum Teil gegenläufige Effekte bei. Während der budgetierte Sachaufwand nicht ausgeschöpft wurde, ergab sich ein höherer Personalaufwand als geplant. Die grösste negative Budgetabweichung resultiert allerdings aus den deutlich tiefer ausgefallenen Steuererträgen, einerseits da sich die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner nicht positiv, sondern leicht rückläufig entwickelt hat (Auswirkung rund CHF 0.4 Mio.).

Anderseits mussten aufgrund aktueller Schätzungen (Hochrechnung) die erwarteten Steuererträge aus den Vorjahren nach unten korrigiert werden (Auswirkungen rund CHF 2 Mio.) und auch die Schätzungen des aktuellen Steuerjahres mussten aufgrund neuester Hochrechnungen nach unten angepasst werden (Auswirkungen von rund CHF 1.9 Mio.).

Davon dürften die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit geschätzten CHF 1.2 Mio. zu Buche schlagen. Unter Berücksichtigung weiterer Corona bedingter Budgetabweichungen ergibt sich ein geschätzter negativer Nettoeffekt aus der Pandemie von rund CHF 1 Mio.

Im Rechnungsjahr wurden Bruttoinvestitionsausgaben ins Verwaltungsvermögen von insgesamt CHF 3'494'974 getätigt. Demgegenüber waren Einnahmen von CHF 608'691 zu verzeichnen. Konsolidiert resultieren Nettoinvestitionen von CHF 2'886'283. Die grössten Investitionsausgaben wurden für die Strassensanierungsprojekte Bottmingerstrasse und Lehenrain aufgewendet.

Mit dem Budget 2021 und dem Aufgaben- und Finanzplan 2021-2025 wurde auf das «Strukturelle Defizit» in der Erfolgsrechnung der Gemeinde von geschätzten CHF 4 Mio. hingewiesen. Durch den nun vorliegenden Rechnungsabschluss wird dieser Wert erhärtet.

Das strukturelle Defizit soll mittels dem vom Gemeinderat einberufenen Projekt zur Stabilisierung des Finanzhaushaltes aktiv angegangen und durch geeignete Massnahmen bis zum Budget 2024 bereinigt werden. Aufgrund des immer noch gut dotierten Eigenkapitals von total CHF 72 Mio., respektive einem Nettovermögen pro Einwohnerin und Einwohner von CHF 2'166 kann diese Aufgabe zwar mit Nachdruck aber ohne unüberlegte «Schnellschüsse» angegangen werden.

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