Auch in der Region Murten machen sich unerwünschte Pflanzen breit. Der Pflanzenschutzdienst informiert.
Ambrosie
Ambrosie - Keystone

Wie der Pflanzenschutzdienst Kanton Fribourg mitteilt, können diverse Flächen mit den unerwünschten Pflanzen Ackerkratzdistel, Ambrosia und Jakobskreuzkraut befallen sein. Die Bekämpfung von Ackerkratzdistel und Ambrosia ist sogar gesetzlich geregelt. Der Pflanzenschutzdienst zählt auf die wertvolle Mitarbeit aller Personen, die aktuell Unterhaltsarbeiten durchführen.

Jakobskreuzkraut – äusserst Giftig für Rinder und Pferde

Das Unkraut befindet sich in der Blüte. «Dies ist der beste Moment, um die Pflanzen von Hand auszureissen, was auch gut machbar ist», heisst es in der Mitteilung. Dieses Unkraut ist sehr giftig für Rindvieh und Pferde. Das Jakobskreuzkraut entwickelt sich auf Kahlflächen oder in lückenhaften Beständen.

Wie die Distel verbreitet es sich durch Samen mit dem Wind. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Jakobskreuzkraut vor dem Versamen auf Landwirtschafts- und Nichtlandwirtschaftsflächen zu bekämpfen. «Auch wenn nur wenige Pflanzen vorhanden sind, ist es unabdingbar diese zu eliminieren», heisst es auf der Website der Gemeinde Gurmels weiter. Bereits eine einzelne Pflanze kann eine beträchtliche Menge Samen produzieren, welche mehrere Jahre im Boden überleben können.

Distelnester müssen in der ganzen Gemeinde bekämpft werden

Die Ackerkratzdistel muss vor dem Versamen unbedingt eliminiert werden – und das ist sogar gesetzlich so festgelegt. Die Verordnung vom 23. April 2007 hält fest, dass Distelnester in der ganzen Gemeinde bekämpft werden. Für die Unterhaltsdienste der öffentlichen Verkehrsbetriebe, Strassen und Uferböschungen ist es ein Muss, dass die Unterhaltsequipen zwecks Bekämpfung der Ackerkratzdisteln sensibilisiert sind.

Ambrosia kann starke Allergien auslösen

Der Pollen dieser Pflanzen ruft starke Allergien beim Menschen hervor. Diese Pflanze muss laut Eidg. Pflanzenschutzverordnung vom 27. Oktober 2010, Art 42, 43 und Anhang 6 eliminiert werden. Ambrosia ist im Kanton Freiburg selten vorhanden. Der Pflanzenschutzdienst bittet die Bevölkerung, Verdachtsfälle umgehend den Behörden mitzuteilen.

Entsorgung nach dem Ausreissen von Pflanzen

Doch mit Ausreissen alleine ist es nicht getan: Damit die Verbreitung über Samen der Pflanzen verhindert wird, speziell bei reifen oder fast reifen Samen, sollten diese rasch und fachgerecht entsorgt werden. Wenn die Pflanzen ohne vorgängiges Häckseln auf dem Kompost entsorgt werden, können sie nachreifen und Samen verteilen. Daher sind für die sichere Entsorgung Kehrichtverbrennungsanlagen und Biogasanlagen geeignet, wie die Mitteilung präzisiert.