Wie die Gemeinde Rheinfelden berichtet, plant die AEW Energie AG die Erweiterung des Wärmeverbunds Rüchi Richtung Liegenschaften Theodorshof I und II.
Rheinfelden AG
Die Stadt Rheinfelden AG. - Keystone

Mit der Inbetriebnahme der neuen Wärmezentrale Rüchi im Januar 2021 wurden die beiden bestehenden Fernwärmenetze Rheinfelden Ost und Engerfeld zusammengeschlossen.

In einem nächsten Schritt plant die AEW Energie AG die Erweiterung des Wärmeverbunds Rüchi Richtung Liegenschaften Theodorshof I und II. Diese Netzerweiterung wird eng mit Sanierungsprojekten der Stadt und anderen Werken koordiniert.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Wärmezentrale Rüchi im Januar 2021 wurden die beiden bestehenden Fernwärmenetze Rheinfelden Ost und Engerfeld zusammengeschlossen.

Mit diesem Zusammenschluss und der neuen Heizzentrale wird die Wärmeversorgung langfristig sichergestellt und ermöglicht eine Erweiterung des Versorgungsperimeters. So werden zukünftig noch mehr Kunden mit umweltfreundlicher Wärme versorgt.

Eine weitere Zielsetzung

Eine weitere Zielsetzung ist es nun, die erdgasbetriebene Anlage der AEW bei den Liegenschaften Theodorshof I und II mit dem Anschluss an das Fernwärmenetz abzulösen.

Die dafür benötigte Netzerweiterung ab dem Rütteliweg, via Haldenweg, Salzbodenstrasse bis zum Theodorshofweg ermöglicht Synergien mit Sanierungsprojekten der Stadt (Strassenbau, Trinkwasser, Kanalisation und Ortsantenne) und anderen Gewerken (Strom und Gas).

Das koordinierte Projekt befindet sich derzeit in der Planung. Die Realisierung ist von Frühling 2022 bis Herbst 2023 geplant.

Wälder aus der Region liefern das Holz

Die Wärme aus dem Wärmeverbund Rheinfelden Rüchi wird zu grossen Teilen aus regional gewachsenem Holz, aus Abwärme ab der Schweizer Salinen Riburg und mit Öl zur Spitzenlastabdeckung und als Redundanz erzeugt.

Die Energiestadt Rheinfelden und die AEW freuen sich über die Erweiterung der umweltbewussten und nachhaltigen Wärmelösung als wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050.

Mit dem Wärmeverbund Rüchi wird der Verbrauch von Heizöl und Erdgas stark reduziert. Erste Berechnungen zeigen, dass die Einsparungen rund 2.8 Millionen Liter Heizöl oder ca. 7'000 Tonnen CO2-Emissionen entsprechen werden.

Die AEW Energie AG investiert bis zur Fertigstellung rund 26 Millionen Franken in die Erweiterung des Wärmenetzes. Die Stadt Rheinfelden beantragt der Einwohnergemeindeversammlung vom Dezember Verpflichtungskredite über total 4,1 Millionen Franken für die Erneuerung der Strassen und Werkleitungen.

AEW Energie AG ist ein selbstständiges Unternehmen

Die AEW Energie AG ist ein selbstständiges Unternehmen des Kantons Aargau. Mit der sicheren und klimafreundlichen Energieversorgung leistet die AEW einen wesentlichen Beitrag zur Standortattraktivität und zur Lebensqualität in der Region.

Als integrierter Energiedienstleister engagiert sich die AEW primär im Kanton Aargau mit der Produktion von Strom und Wärme und Kälte sowie als führende Netzbetreiberin und Lieferantin für ihre Kunden.

Für die Stromproduktion fokussiert sie auf Wasserkraft sowie Solar- und Windenergie. Zudem erbringt sie Dienstleistungen in netz- und energienahen Bereichen, beispielsweise für die Elektromobilität, im Gebäudeenergiemanagement und in der Telekommunikation. Im Weiteren setzt die AEW auf digitale Prozesse sowie auf Beteiligungen und Partnerschaften.

Stadt Rheinfelden setzt auf erneuerbare Energien

Ein bedachter Umgang mit Energie hat in der Stadt Rheinfelden mit seinen rund 13‘500 Einwohnern Tradition. Schon seit dem Bau des ersten Flusswasserkraftwerkes vor über 120 Jahren setzt die Stadt auf erneuerbare Energien.

Heute ist die Wärmeversorgung mit den drei grossen Wärmeverbünden vorbildlich. Seit 2009 ist Rheinfelden Energiestadt und setzt damit auf einen kontinuierlichen Prozess, um den Energieverbrauch zu senken und den Bedarf aus erneuerbaren Energiequellen zu decken.

Wichtiges Puzzlestück in diesem Prozess ist die Wärmeversorgung auf dem Gemeindegebiet zu koordinieren und weiterzuentwickeln.

Mehr zum Thema:

Dienstleistungen Wasserkraft Franken Energie Herbst