Ab 2027: Aus für das Integrationsprojekt der Velostation

Gemeinde Lyss
Gemeinde Lyss

Lyss-Aarberg,

In Lyss ändert sich das Konzept der Velostation 2027. Das kommunale Integrationsangebot wird eingestellt, die Werkstatt fällt weg und Parkplätze werden gratis.

Die Velostation am Bahnhof Lyss.
Die Velostation am Bahnhof Lyss. - Roman Zwygart

Wie die Gemeinde Lyss informiert, verändert sich der Betrieb der Velostation ab 1. Januar 2027. Sie wird nicht mehr als kommunales Integrationsangebot geführt.

Die Veloparkplätze des kostenpflichtigen bewachten Teils der Velostation werden in unbewachte Veloparkplätze umgewandelt. Die Dienstleistungen der Velowerkstatt werden entfallen.

Nebst diesen beiden Veränderungen bleibt die Situation für die Nutzenden der Velostation gleich. Seit dem Neubau und der Eröffnung der Velostation Lyss am 1. Januar 2010 wird die Velostation Lyss als kommunales Integrationsangebot betrieben.

Velostation als Arbeits- und Integrationsort

Die Teilnehmenden des Integrationsangebots sind Personen, welche Leistungen der Sozialhilfe beziehen. Sie kümmern sich um den Zutritt zum bewachten und kostenpflichtigen Teil der Velostation und die Entsorgung nicht mehr genutzter Fahrräder.

Zudem reinigen sie das Gebäude und einen definierten Bereich des Aussenraums. Auch betreiben sie eine kleine Velowerkstatt für einfache Reparaturen und die Instandstellung von Occasionsvelos zum Verkauf.

Die Gemeinde Lyss hat mit der gadPLUS AG, Biel, seit Eröffnung der Velostation einen Leistungsvertrag für die Betreuung der Teilnehmer und die Sicherstellung der Dienstleistungen.

Zukunft der Velostation wird neu geplant

Im letzten Jahr zeigte sich die Dringlichkeit, das Zutrittssystem des bewachten Teils der Velostation zu ersetzen. Die Gemeinde Lyss nahm dies zum Anlass, die Situation der Velostation umfassend zu analysieren und Entscheidungen für neue Wege in die Zukunft zu fällen.

Nebst dem Investitionsbedarf zeigte die Situationsanalyse, dass die Sicherstellung des Betriebs mit Teilnehmenden des kommunalen Integrationsangebots längerfristig nicht gesichert ist. Der Gemeinderat wägte verschiedene Lösungsvarianten und deren Vor- und Nachteile gegeneinander ab.

Er fällte an der Sitzung vom 11. Mai 2026 einen Richtungsentscheid. Auf die Investition in ein neues Zutrittssystem soll aus Aufwand- und Nutzenüberlegungen verzichtet werden.

Neue Perspektiven

Anstelle des kommunalen Integrationsangebots sollen alternative Lösungen für die Reinigung und die Entsorgung nicht mehr genutzter Fahrräder gefunden werden. Zudem sollen Massnahmen zur Verbesserung des Schutzes vor Diebstahl und Vandalismus geprüft werden.

Leider werden die Nutzenden der Velostation in Zukunft während des Tages keinem Personal mehr begegnen und nicht weiter von den Dienstleistungen profitieren können. Von heute fünf Teilnehmern des Integrationsangebots sind zwei Personen seit 16 und 13 Jahren in der Velostation tätig. Mit ihnen zusammen werden nun mögliche alternative Tätigkeiten eruiert.

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