Die Coronapandemie hat benachteiligte Menschen besonders hart getroffen: Noch nie nahmen so viele Personen das Beratungsangebot der Reformierten Kirche Luzern in Anspruch wie im vergangenen Jahr.
Reformierte Kirche Luzern
Das Parlament der Reformierten Kirche Luzern tagt unter Corona-Massnahmen in der Lukaskirche. - Reformierte Kirche Luzern

Insgesamt kamen 279 Einzelpersonen, Paare und Familien aus der Region Luzern zur Sozialberatung, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht hervor geht. Das waren 17 Personen mehr als im Vorjahr.

Neben der Sorge um die Gesundheit und der zunehmenden Einsamkeit hätten sich bei vielen die finanziellen Probleme deutlich verschärft. Das bereits knappe Budget sei durch Kurzarbeit oder den Wegfall eines Nebenverdienstes belastet worden.

Die finanzielle Situation der Klienten machte mit 32 Prozent den grössten Teil der Beratungsthemen aus. Die Budget- und Schuldenberatung nahm um einen Drittel zu. Die Reformierte Kirche Luzern leistete auch Finanzhilfen. Sie zahlte insgesamt 184'100 Franken an 153 Einzelpersonen, Paare und Familien aus.

Die Finanzhilfe ist zweckgebunden und wurde für Zahnbehandlungen, unerwartete Krankheitskosten oder wichtige Anschaffungen eingesetzt. 79 Prozent der Unterstützungsleistungen stammen aus Mitteln der Reformierten Kirche Luzern und 21 Prozent aus Beiträgen von externen Institutionen.

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