Um genügend Plätze für Vertriebene aus der Ukraine bereitstellen zu können, nimmt der Kanton Luzern auch die Zivilschutzanlage Utenberg beim gleichnamigen Schulhaus in der Stadt Luzern wieder in Betrieb. Diese bietet Platz für 100 Personen.
Zivilschutzanlage
Zivilschutzanlage - Keystone

Die ZSA Utenberg wurde bereits während der Flüchtlingskrise 2015/2016 durch den Kanton Luzern als Asylzentrum geführt. Der Kanton geht davon aus, dass er wegen des Kriegs in der Ukraine noch weitere Zivilschutzanlagen in Betrieb nehmen muss für die kurzzeitige Notunterbringung, wie die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen am Dienstag mitteilte.

2017 hatte der Kanton den Standort Utenberg als letzte unterirdische Asylunterkunft geschlossen. Sie blieb aber neben den ZSA Schötz und Horw in der strategischen Reserve im Umfang von über 300 Plätzen.

Er habe gehofft, nie mehr unterirdische Unterkünfte für Geflüchtete nutzen zu müssen, wird der Luzerner Regierungsrat Guido Graf (Mitte) in der Mitteilung zitiert. Es sei aber unverantwortbar, wenn Schutzbedürftige ohne Dach über dem Kopf sein müssten.

Um die Erstunterbringung von ankommenden Personen sicherzustellen, wurde am 19. März bereits die ZSA Rönnimoos mit 140 Plätzen eröffnet. Bisher wurden dort zehn Personen untergebracht. Für kurze Aufenthalte wird zudem die Mehrzweckhalle auf der Allmend (300 Personen) bereitgestellt.

Der Kanton Luzern brauche bis im Sommer 3000 Unterbringungsplätze, bis Ende Jahr nach heutiger Annahme weitere 12'000 Plätze.

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