Eine schwarze Null statt roter Zahlen: Die Hochrechnung der Luzerner Regierung zum laufenden Finanzjahr geht von einem besseren Abschluss aus als budgetiert - dank der Nationalbank und den Firmensteuern.
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Der Kanton Luzern führt eine Geschlechterquote ein. (Symbolbild) - Keystone

Eine schwarze Null statt roter Zahlen: Die Hochrechnung der Luzerner Regierung zum laufenden Finanzjahr geht von einem besseren Abschluss aus als budgetiert - dank der Nationalbank und den Firmensteuern.

Statt eines Defizits von 49,8 Millionen Franken, wie es der Regierungsrat im vergangenen August in Aussicht gestellt hatte und dafür die Schuldenbremse lockern wollte, dürfte die Rechnung nun ausgeglichen ausfallen.

Einerseits wird die Staatskasse weniger stark belastet als angenommen. Andererseits gibt es von der Schweizerischen Nationalbank 128 Millionen Franken mehr als budgetiert, und auch die Steuererträge brechen weniger stark ein. Bei juristischen Personen liegt der Ertrag 41 Millionen Franken über dem Budget, bei den Anteilen an Bundessteuern 46,7 Millionen Franken.

Jene Branchen, die viel zum kantonalen Steueraufkommen beitrügen, seien tendenziell besser durch die Krise gekommen, hält Finanzdirektor Reto Wyss (CVP) fest. Die coronabedingte Mehrbelastung beträgt schätzungsweise 137 Millionen Franken.

Per Ende Jahr beträgt die Reserve des Kantons voraussichtlich 526,2 Millionen Franken. Trotzdem will Wyss weiterhin haushälterisch mit den öffentlichen Mitteln umgehen. Er wolle weder eine Steuererhöhung noch Sparpakete.

Das budgetierte Investitionsvolumen könne voraussichtlich erneut nicht vollumfänglich ausgeschöpft werden. Sie seien aber höher als im Vorjahr. Damals lagen die Nettoinvestitionen mit 103,5 Millionen Franken deutlich unter dem budgetierten Betrag von 267,3 Millionen Franken.

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