Nach steigenden Strompreisen in den letzten beiden Jahren belässt der Stadtluzerner Energieversorger EWL die Preise für Energie 2022 unverändert. Er will damit den Kundinnen und Kunden entgegenkommen, die unter der Pandemie leiden.
EWL
Das Logo an einem Hauptgebäude des Energieproduzenten Energie Wasser Luzern, EWL in Luzern. (Archivbild) - Keystone

Auch EWL selber bekomme die Auswirkungen der Coronapandemie zu spüren, teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage mit. So sei der Stromabsatz auf dem Netz gesunken. Gleichzeitig stiegen die Beschaffungskosten an der Strombörse in den letzten Monaten kontinuierlich, die Netzkosten würden aufgrund der Digitalisierung in den kommenden Jahren ebenfalls steigen.

Diese Mindererlöse könnte das Unternehmen den Kundinnen und Kunden laut Gesetz verrechnen, es verzichtet aber im kommenden Jahr darauf. Somit steigen die Strompreise weder für Privat- noch für Geschäftskunden in der Grundversorgung.

Mehrkosten kommen ab 2022 auch von der Eigentümerin auf die EWL zu: Die Stadt Luzern entschied, ihre Konzessionsabgaben von 0,80 auf neu 0,90 Rappen pro Kilowattstunde zu erhöhen. Die Konzessionsabgaben in der Agglomeration Luzern sowie der vom Bundesrat beschlossene Netzzuschlag bleiben hingegen unverändert.

Dass man die Strompreise dennoch stabil halte, habe nur bedingt Einfluss auf die EWL-Erfolgsrechnung, heisst es auf Anfrage. Der Margenanteil für Energie und Netz sei gesetzlich vorgeschrieben, zu viel erwirtschafteter Gewinn müsse man den Kundinnen und Kunden zurückerstatten.

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