Stadt Luzern

Erfolgreiches Inklusionsprojekt mit Willisauer Sportvereinen

Das Projekt ermöglicht Begegnungen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung bei gemeinsamem Sport. In Willisau wird es nun in den Regelbetrieb überführt.

Willisau Brändi Sportverein
In Willisau können Brändi-Bewohnende und -Mitarbeitende in lokalen Sportvereinen Sport treiben. - zVg

Es handelt sich um ein Vorzeigeprojekt der Inklusion: In Willisau sind Bewohnende der Stiftung Brändi in den lokalen Sportvereinen aktiv. Das Sportangebot steht auch allen Mitarbeitenden offen.

Im Gegenzug bietet die Stiftung Brändi der Bevölkerung von Willisau eine Teilhabe am Brändi-Sportangebot wie zum Beispiel beim Nordic Walking an.

Das Projekt haben die Stiftung Brändi und der Kanton Luzern vor zwei Jahren gemeinsam entwickelt und als Pilot mit den Willisauer Sportvereinen durchgeführt.

Es ist nun abgeschlossen und wird in den Regelbetrieb überführt, wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt. Insgesamt haben rund 20 Personen in fünf Sportangeboten das inklusive Sporttraining besucht.

Sport baut Brücken

Der Kanton Luzern und die Stiftung Brändi streben nun an, das Projekt an weiteren Brändi-Standorten durchzuführen. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam Sport treiben zu lassen.

«Begegnung, Bewegung und der gemeinsame Austausch stehen im Vordergrund. Der Sport baut wunderbare Brücken zwischen den Brändi-Klienten und den lokalen Sportvereinen», so Roman Pechous, Beauftragter für Inklusion im Sport im Kanton Luzern.

Das Konzept verfolgt zwei Stossrichtungen: Die Brändi-Bewohnenden und -Mitarbeitenden sind einerseits aktiv in den lokalen Sportvereinen. Andererseits stehen die Brändi-Sportangebote der Bevölkerung offen.

Ziel sei es, ein vielfältiges, inklusives Sportangebot zu schaffen, so Pechous. «Gemeinsame sportliche Aktivitäten bauen Berührungsängste ab und fördern die Inklusion im Alltag. Die sozialen Kontakte stärken alle Beteiligte.»

Sport ermöglicht, Teil einer Gemeinschaft zu sein

Für die Stiftung Brändi ist das gemeinsame Sporttreiben ein wichtiger Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.

«Inklusion bedeutet für uns, Menschen Wahlmöglichkeiten zu geben und sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten einzubringen. Sport schafft Begegnungen und ermöglicht es, Teil einer Gemeinschaft zu sein», so Marco Nussbaumer, Verantwortlicher Inklusion der Stiftung Brändi.

Der Kanton Luzern fördert das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Dadurch sollen die Akzeptanz und das gegenseitige Verständnis wachsen.

«Inklusion im Sport» der kantonalen Sportförderung ist für die operative Umsetzung von «Inklusion im Sport» im Kanton Luzern verantwortlich und ist Anlaufstelle für Sportvereine und Interessensgruppen.

Aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen

Dass Inklusion über das eigentliche Sportangebot hinauswirkt, ist auch für die Stiftung Brändi zentral.

«Wir möchten Menschen ermutigen und befähigen, ihre Möglichkeiten zu nutzen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Wenn Begegnungen selbstverständlich werden, profitieren alle, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung», so Marco Nussbaumer.

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