Kriens, Horw und Luzern haben unter der Koordination des Entwicklungsträgers LuzernPlus das Regelwerk für den kantonalen Entwicklungsschwerpunkt erarbeitet.
Die Stadt Kriens
Die Stadt Kriens. - keystone

Das Regelwerk LuzenSüd bildet die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit in LuzernSüd und gilt als schweizweites Beispiel für die gemeindeübergreifende Planung.

Die Abstimmung von Siedlung und Verkehr ist in einem dicht besiedelten Gebiet wie LuzernSüd besonders wichtig. Das Regelwerk LuzernSüd schafft Planungssicherheit und setzt damit wichtige Zielvorgaben des kantonalen Richtplanes um.

So ist die Verlagerung des Verkehrs auf flächeneffiziente und umweltfreundliche Verkehrsmittel sowie die Realisierung von öffentlichen Freiräumen, Freizeitanlagen und Grünzonen zentraler Baustein des neuen Regelwerks LuzernSüd.

Die Zusammenarbeit wird gestärkt, ohne jedoch die Gemeindeautonomie zu beschränken: die beteiligten Gemeinden sind weiterhin für die konkrete Umsetzung in ihren Bau- und Zonenreglementen zuständig. Somit kommt den Gemein-den weiterhin eine sehr wichtige Rolle in der konkreten Ausgestaltung des Lebensraumes zu.

Stellungnahmen aus der öffentlichen Mitwirkung verarbeitet

Die digitale Mitwirkung zum Regelwerk LuzernSüd fand vom 1. – 30. September 2020 statt. Insgesamt haben 47 Teilnehmende rund 300 Rückmeldungen abgegeben. Teilgenommen haben Verbände, Organisationen, Immobilienentwickler, politische Parteien sowie Privatpersonen.

Die Mitwirkung hat aufgezeigt, dass die Stossrichtung begrüsst und unterstützt wird. Die verschiedenen Einzelanregungen wurden alle ausgewertet, wo möglich als Änderungen ins Regelwerk LuzernSüd aufgenommen und schliesslich im Mitwirkungsbericht erfasst. Dieser ist auf der Website von LuzernPlus einsehbar.

LuzernSüd als schweizweites Beispiel für interkommunale Planung

2010 haben die Gemeinden Kriens, Horw und Luzern mit dem Leitbild für die Entwicklung von LuzernSüd gemeinsam die Planung des kantonalen Entwicklungsschwerpunktes (ESP) LuzernSüd gestartet. Daraus entstanden ist das behördenverbindliche Regelwerk LuzernSüd. Es umfasst räumliche, wirtschaftliche, verkehrliche und landschaftliche Massnahmen.

Damit werden die bisherigen Planungen für LuzernSüd in einem regionalen Teilrichtplan und einem regionalen Konzept zusammengefasst und es wird behördenverbindliche Planungssicherheit geschaffen. Die bisherigen ESP werden daher in den Gemeinden zur Aufhebung vorgeschlagen.

Die Erarbeitung des Regelwerks LuzernSüd wurde im Auftrag der drei Standortgemeinden unter Federführung von LuzernPlus und unter Einbezug der Beteiligten erstellt. Das Regelwerk LuzernSüd gilt damit schweizweit als Vorreiter für die interkommunale Planung.

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