In den beiden Basel möchten 79 Prozent der Betriebe für das kommende Lehrjahr trotz Corona-Krise gleich viele Lehrstellen anbieten wie bisher. Dies hat eine Umfrage der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) und dem Basler Erziehungsdepartement (ED) ergeben.
Situation auf dem Lehrstellenmarkt in Thüringen
Ein Auszubildender misst im Ausbildungszentrum der ZF ein Werkstück mit einer Schieblehre aus. (Archivbild) - dpa

An der im März durchgeführten Umfrage hatten sich 1106 Betriebe beteiligt, wie die BKSD und das ED am Freitag gemeinsam mitteilten. Eine erste Umfrage zum gleichen Thema gab es bereits im letzten Oktober.

Gemäss der aktuellsten Umfrage werden 14 Prozent der Betriebe ab August zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Sieben Prozent der Betriebe werden hingegen aufgrund der Corona-Krise weniger Lehrstellen anbieten. So gab eine Mehrheit in den Branchen «Gastgewerbe&Beherbergung» und «sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen» wie Coiffeursalons an, für 2021 weniger oder keine Lehrstellen anzubieten.

Die Umfrage ergab auch, dass das Lehrstellenangebot bei grossen Betrieben mehrheitlich stabil bleibt und bei kleineren Firmen mit 10 bis 50 Mitarbeitenden etwas zunimmt.

Seit Oktober 2020 habe der Anteil an Betrieben, die künftig weniger Lehrstellen anbieten würden, abgenommen, heisst es in der Mitteilung. Zudem würden seither mehr Unternehmen ihr Lehrstellenangebot ausbauen wollen.

Der Kanton Baselland hat gemäss Mitteilung per sofort und bis zum Sommer eine Koordinationsstelle Lehrstellenvermittlung eingerichtet. Diese soll Schulen, Lehrbetriebe und potenzielle Lernende als Anlaufstelle dienen und Vernetzung und Unterstützung anbieten.

Die Umfragen haben die BKSD und das ED gemeinsam als Projekt initiiert. Dies mit dem Ziel, das regionalen Lehrstellenangebot zu stärken. Das Projekt wird vom Bund im Rahmen des Förderschwerpunkts «Lehrstellen COVID-19» finanziell unterstützt.

Mehr zum Thema:

Coronavirus Dienstleistungen