Lenzburg AG: Fahrzeugsperren für Feste werden deutlich günstiger
Der Stadtrat von Lenzburg AG beantragt 400'000 Franken für mobile Fahrzeugsperren. Die neue Vorlage ist rund 27 Prozent günstiger als die zurückgewiesene.

Der Stadtrat von Lenzburg unterbreitet dem Einwohnerrat eine umfassend überarbeitete Vorlage zur Beschaffung mobiler Fahrzeugsperren. Nach einer Rückweisung im Oktober 2025 hat die Exekutive, zusammen mit der Abteilung Tiefbau und der Regionalpolizei Lenzburg, die Vorlage angepasst.
Die Sicherheit bei Grossanlässen wie dem Jugendfest, Maimärt oder Chlausmärt hat oberste Priorität. Um den Schutz von Besucherinnen und Besuchern an kritischen Zufahrten zu gewährleisten, setzt die Stadt Lenzburg auf zertifizierte, mobile Sperrelemente. Die in der Debatte vorgebrachten Kritikpunkte wurden detailliert aufgearbeitet und in die neue Planung integriert.
Kostengünstiger durch angepasste Perimeter
Ein zentrales Ergebnis der Überarbeitung ist eine signifikante Kostenreduktion von rund 27 %.
Durch eine strategische Anpassung der Sicherheitsmassnahme wird der sogenannte Festperimeter – der Bereich, der grossflächig abgeriegelt wird – vergrössert. Da durch diese grössere Fläche weniger einzelne, punktuelle Sperren benötigt werden, konnte die Anzahl der erforderlichen Elemente von ursprünglich 39 auf 19 reduziert werden. Dadurch sinkt der beantragte Verpflichtungskredit von CHF 545’000 auf CHF 400’000.
Vor- und Nachteile des grösseren Festperimeters
Die Erweiterung des Absperrperimeters bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Als Vorteil zeigte sich am Jugendfest 2026 der grössere Festperimeter: Die Besucherinnen und Besucher reagierten durchwegs positiv. Als Nachteil wird die Flexibilität bei den Parkmöglichkeiten während der Veranstaltungen eingeschränkt.
In der Zeit der Grossanlässe stehen die Parkplätze Erlengut, Sandweg und Krone nicht zur Verfügung.
Vertiefte Risikoanalyse
Ein wesentlicher Punkt der Rückweisung war die Forderung nach einer detaillierteren Gefahrenbeurteilung. Es wurde eine methodisch fundierte Risikoanalyse erstellt, die sich an den Standards des Bundesamts für Bevölkerungsschutz orientiert. Dabei wird deutlich: Die Massnahme dient der Gefahrenabwehr vor Fahrzeugen.
Die neuen Sperren bieten hier einen Schutz, den die bisher verwendeten Betonelemente («New Jersey») nicht gewährleisten können. Die neuen Sperrelemente könnten grundsätzlich für jeden Grossanlass gemietet werden. Da sie jedoch wiederkehrend benötigt werden, ist deren Beschaffung langfristig die wirtschaftlichere Lösung.
Nach der Rückweisung im Einwohnerrat haben die Abteilung Tiefbau & Verkehr und die Regionalpolizei Lenzburg die noch offenen Punkte gemeinsam aufgearbeitet. Mit der überarbeiteten Vorlage zeigt der Stadtrat eine weitere Möglichkeit auf, wie die Zufahrten künftig gesichert werden können. Für die Stadt ist diese Variante kostengünstiger, bringt jedoch, wie erwähnt, sowohl Vorals auch Nachteile mit sich.
Mit der optimierten Vorlage wird sichergestellt, dass die Stadt Lenzburg ihrer Sicherungspflicht nachkommt und Veranstaltungen nach aktuellem Stand der Technik sowie gemäss den Empfehlungen der kantonalen Polizeikommandanten geschützt werden können.
Bei einer Zustimmung des Einwohnerrats an seiner Sitzung vom 29. Oktober 2026 könnten die neuen Sperrelemente bereits beim Maimärt 2027 erstmals zum Einsatz kommen.










