Energiewende zum Mitmachen: Arni setzt auf Sonnenkraft
Auf den Dächern des Schulhauses Arni BE wird seit Mitte April von einer neuen Solaranlage sauberer Solarstrom produziert. Und zwar: als Gemeinschaftsprojekt.

Seit Mitte April produziert die neue Solaranlage auf den Dächern des Schulhauses in Arni sauberen Solarstrom.
Das Besondere ist nicht nur das Kraftwerk mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladestationen, sondern das Modell dahinter, wie die Gemeinde Arni schreibt: Rund 40 Personen aus der Gemeinde und der Region haben sich finanziell beteiligt und machen die Energiewende so zu einem echten Gemeinschaftsprojekt.
Gemeinderat Daniel Hirschi zieht eine positive Bilanz: «Dieses Projekt begeistert mich: Die Schule in Arni nutzt die Kraft der Sonne nicht nur für das Gebäude, sondern bietet auch öffentliche E-Ladestationen. Besonders schön finde ich, dass sich die Bevölkerung direkt beteiligen konnte – während die Gemeinde von einer Anlage profitiert, um deren Betrieb, Unterhalt und Stromvermarktung sie sich nicht selbst kümmern muss.»
Mehrwert für die Elektromobilität
Ein wichtiger Bestandteil der Anlage sind die zwei neuen Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die öffentlich zugänglich sind. Damit wird der Solarstrom direkt im Dorf genutzt und die lokale Infrastruktur für die Elektromobilität nachhaltig gestärkt.
Ohne Aufwand und Investitionen für die Gemeinde
Die Anlage umfasst über 420 Solarpanels sowie einen Batteriespeicher, der auch dann Solarstrom liefert, wenn die Sonne gerade nicht scheint. Pro Jahr produziert das Kraftwerk etwa so viel Strom, wie 45 Haushalte verbrauchen.
Dank der Gründung eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) profitieren neben dem Schulhaus auch die Turnhalle sowie die Mieter auf dem Areal direkt vom lokalen Strom.
Das Berner Unternehmen Solarify hat die Planung sowie den Bau übernommen und kümmert sich nun um den laufenden Betrieb und Unterhalt. Die 40 beteiligten Panelbesitzer erhalten ihren Ertrag aus dem Stromverkauf alle drei Monate direkt ausbezahlt.
Arni zeigt damit eindrücklich, wie eine moderne, lokale und nachhaltige Stromversorgung gemeinsam erfolgreich ausgebaut werden kann.






