Für die Spieler vom FC Langenthal II beginnt am 2. April 2022 eine überaus spannende Rückrunde, die viele enge und offene Matches bereithalten soll.
Der FC Langenthal. - Langenthal
Der FC Langenthal. - Langenthal - A. Grossenbacher

Obschon der Spielbetrieb der zweiten Hälfte der Saison 2021/22 erst am Wochenende des 2. und 3. April 2022 wieder Fahrt aufnimmt, ist davon auszugehen, dass sowohl die beteiligten Teams als auch deren Fans sehr spannende und bis zum Schluss jederzeit offene Matches sehen werden. Dies gilt insbesondere bei den möglichen Aufstiegs- als auch Abstiegsanwärtern.

Besonders trifft dies auf die zweite Mannschaft des FC Langenthal, dem traditionsreichsten Klub des Oberaargaus, zu. Das Trainertrio aus Daniel Siegenthaler, Jens-Brügger und Bruno Heiniger hat es im letzten Herbst und auch immer im Angesicht des grössten Spielverderbers – Corona – geschafft, mit den ihm zur Verfügung stehenden Kader eine sehr kompetitive, erfolgshungrige und schlagfertige Truppe heranzubilden. Selbstverständlich gehören dazu die wichtigen Erfolge – gleich acht (!) Siege und zwei Remis bei nur einer Niederlage – dazu!

Doch schön der Reihe nach. Um auf die Gewinnerstrasse einbiegen zu können, beginnt die Geschichte bei den Torverhinderern, welche zuverlässige Vorderleute benötigen. Ein spielfreudiges, diszipliniert spielendes und kreatives Mittelfeld, welches in der Lage ist, die Angreifer mit guten Zuspielen zu versorgen, welche diese mit Treffern abschliessen.

Mit dieser Aussage ist das «Einmaleins» des heutigen Fussballs nicht neu erfunden, sondern dies sind die Anforderungen an jede erfolgreich spielende Mannschaft. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Liga die schönste Nebensache der Welt ausgeübt wird.

Erfolgshunger bei Langenthal II ist deutlich spürbar

Wer mit einem kapitalen Sieg in die überlange Winterpause gehen kann, muss seine Ungeduld für den Auftakt am 2. April 2022 zügeln können. Dies ist dem Trainertrio aus seinen eigenen Erfahrungen als ehemalige Spieler bestens bekannt. Zudem wird sich das kaum veränderte Kader in den vielen Testmatches die nötige Reife geholt haben, um sich am vorerwähnten Tag im eigenen Wohnzimmer «Rankmatte» gegen Makedonija keine Blösse zu geben.

Es sei zudem erwähnt, dass sich der Staff bei Bedarf auf Trainer Willy Neuenschwander, Chef der ersten Mannschaft, verlassen kann. Und umgekehrt auch. Auf diese Handreichung werden die drei aber nur im allernötigsten Fall zurückgreifen. Oder anders gesagt: Die eigenen Spieler wollen und sollen es richten.

Leader Wyler soll oder muss es richten

Die Stadtberner werden seit Jahren vom Damoklesschwert «Aufstieg in die interregionale 2. Liga» verfolgt. Dazu aber muss zuerst der Aufstieg in die regionale 2. Liga geschafft werden. Wyler befindet sich auf gutem Weg dazu; fünf Punkte Vorsprung auf Langenthal. Doch die Hauptstädter wissen seit Jahren, was es heisst, im allerletzten Moment zu scheitern: am hauchdünnen Nervenkostüm! Gibt es in diesem Frühling ein weiteres Kapitel dazu?

Weiter auf dem Tabellenweg nach oben befinden sich Schönbühl und Herzogenbuchsee. Den beiden Teams fehlte im letzten Herbst immer wieder die nötige Cleverness. Nur wenn es beiden Trainern gelingen sollte, dieses Übel zu minimieren, können die Mannschaften in die Entscheidung um den Gruppensieg eingreifen – nicht mehr, aber auch nicht weniger! Burgdorf, Roggwil und der Koppiger SV sind stark bestrebt, weitere Fortschritte zu machen und sich im Mittelfeld zu konsolidieren.

Nach diesen Teams beginnt bereits die sogenannte «Todeszone» der Gruppe. Grafenried, Bern b, Utzenstorf, Makedonija und Schlusslicht Bützberg kennen ab Wiederaufnahme der Saison nur ein Ziel: dem drohenden Abstieg mit allen fairen Mitteln zu enteilen! Welche beiden Teams nach den noch anstehenden elf Runden in den sauren Apfel beissen müssen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen.

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