Mehrere Umweltorganisationen gehen gegen das Planverfahren zum Gondelbahnprojekt der Rigi Bahnen vor. Bei diesem seien Umwelt- und Verfahrensvorschriften verletzt worden, begründeten sie am Dienstag in einer Mitteilung ihre Einsprache.
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Rigi-Gondelbahn (Archivbild) - keystone

Die Rigi Bahnen möchten die über 50 Jahre alte Luftseilbahn zwischen Weggis und Kaltbad LU durch eine Gondelbahn ersetzen. Die neue Bahn bringt einen Ausbau der Transportkapazität. Zudem benötigt die neue Bahn deutlich mehr Masten als die bestehende.

Bei den Schutzverbänden ist das Seilbahnprojekt umstritten. WWF, Pro Natura, die Stiftung Landschaftsschutz, der Landschaftsschutz Vierwaldstättersee, der Innerschweizer Heimatschutz und Pro Rigi haben nun bei der Gemeinde Weggis gegen die Teilrevision des Zonenplans, gegen das Bau- und Zonenreglement für den Seilbahnkorridor und die Umzonung der Bergstation Einsprache erhoben.

Ein zentraler Kritikpunkt ist der Seilbahnkorridor. Dieser führe massgeblich über Schutzwald und ein Waldreservat, teilten die Einsprecher mit. Damit Wald einer Nutzungszone zugewiesen werden könne, sei eine Rodungsbewilligung nötig, für die es wiederum eine Umweltverträglichkeitsprüfung brauche.

In der Darstellung der Schutzverbände fehlte beim Verfahren eine umfassende Interessenabwägung und eine umfassende Projektkoordination. Dies sei auch nötig, damit die Stimmberechtigten von Weggis die Auswirkungen der Seilbahnerneuerung beurteilten könnten.

Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) war in einem Gutachten zum Schluss gekommen, dass das Gondelbahnprojekt die Landschaft nicht schwer zusätzlich belaste. Die Einsprecher fordern ein neues Gutachten der ENHK, weil diese ihre Abklärungen zu einem frühen Zeitpunkt vorgenommen habe, ohne dass damals die Details des Projekts bekannt gewesen seien.

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