Gemeinden tauschen sich zur Altersarbeit aus
Fachpersonen aus mehreren Gemeinden tauschten sich in Seewen über Altersfragen aus. Im Zentrum standen Vernetzung, Beratung und kommunale Altersarbeit.

Wie der Bezirk Küssnacht mitteilt, wird die Bevölkerung älter, die Bedürfnisse verändern sich und die Herausforderungen für Gemeinden nehmen zu. Welche Bedeutung haben dabei Fachstellen für Altersfragen? Dieser Frage widmeten sich Fachpersonen aus Gemeinden der Inner- und Ausserschwyz sowie eine Fachfrau aus Oberägeri beim zweiten kantonalen Erfahrungsaustausch in Seewen.
Der Austausch zeigte: Viele Gemeinden stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Gleichzeitig sind Fachstellen für Altersfragen im Kanton Schwyz noch längst keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger ist der regelmässige Austausch, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame Anliegen sichtbar zu machen.
Mehr als eine Beratungsstelle
Eine Fachstelle für Altersfragen ist weit mehr als eine Anlaufstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen. Sie ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Bevölkerung, Gemeinde, Politik, Institutionen und Organisationen. Sie vernetzt, koordiniert und bringt die Perspektive des Alters in kommunale Entwicklungen ein.
Die Themen sind vielfältig: vom selbstbestimmten Wohnen und altersgerechten Bauen über Pflege und Betreuung, Prävention und Gesundheitsförderung bis hin zu sozialer Teilhabe und Sicherheit. Gerade bei solchen Querschnittsthemen braucht es eine Stelle, die den Überblick behält, Bedürfnisse erkennt und die richtigen Akteure zusammenbringt.
Damit leisten Fachstellen für Altersfragen einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität der älteren Bevölkerung und gleichzeitig zur vorausschauenden Entwicklung der Gemeinden.
Alterspolitik beginnt heute
Die demografische Entwicklung macht deutlich: Altersarbeit darf nicht erst dann beginnen, wenn Pflege notwendig wird. Gemeinden sind gefordert, heute die Rahmenbedingungen für ein gutes Leben im Alter von morgen zu schaffen.
Fachstellen für Altersfragen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Sie machen Entwicklungen sichtbar, fördern die Vernetzung und unterstützen Gemeinden dabei, ihre Altersarbeit vorausschauend und bedarfsgerecht zu gestalten.
Der kantonale Erfahrungsaustausch wird weitergeführt. Das nächste Treffen ist für Februar 2027 in der Gemeinde Lachen geplant; der genaue Termin wird noch festgelegt.









