Wie die Gemeinde Kriens berichtet, schliesst das Geschäftsjahr 2021 mit einem Gewinn von 36’000 Franken ab.
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Finanzen (Symbolbild). - Keystone

Das Coronavirus hat das finanzielle Ergebnis wie bereits im Vorjahr massgeblich beeinflusst. Trotz schwierigen Voraussetzungen gelang es den Heimen Kriens, das Geschäftsjahr 2021 mit einem Gewinn von 36’000 Franken abzuschliessen.

Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Zahlen in Aufwand und Ertrag sind vor allem auf die Eröffnung der Pflegewohngruppen im Schweighof zurückzuführen.

Das Finanzergebnis wurde massgeblich beeinflusst durch die tiefe Bettenbelegung im ersten Halbjahr sowie Mindererträge aus Cafeteria und Restaurant. Durch gezieltes Reagieren auf die aktuelle Situation gelang den Heimen Kriens dennoch ein ausgeglichenes Ergebnis.

Stark geforderte Mitarbeitende

Die anhaltend pandemiebedingte Mehrbelastung war für die Mitarbeitenden im Berichtsjahr herausfordernd: Die intensiven Arbeitseinsätze ermüdeten, Krankheitsausfälle und Quarantäneverpflichtungen verschärften die Situation zusätzlich. Die tiefe Fluktuation von 7,9 Prozent liegt erfreulicherweise dennoch im Rahmen der Vorjahre.

Die Anzahl der Mitarbeitenden betrug im Berichtsjahr 422 (in Vollzeitstellen: 316), davon 53 Lernende, Studierende und Praktikanten. «Mittelfristig planen wir, die Anzahl der Ausbildungsplätze in der Pflege sogar noch zu erhöhen, um damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken», erklärt Guido Hübscher, Leiter Heime Kriens.

Ins Berichtsjahr fiel auch die vom Gesetz geforderte Lohngleichheitsanalyse. Das Ergebnis zeigt, dass die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern in jeder Hinsicht gegeben ist. In den Heimen Kriens verdienen Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit sogar 2,8 Prozent mehr.

Selbstbestimmtes Alter

Im Januar 2021 nahmen die Heime Kriens im Schweighof die Pflegewohngruppen Adagio in Betrieb. Wie bereits im Lindenpark verbindet das neue Angebot selbstbestimmtes Alter mit einer 24-stündigen Betreuung und Pflege für Menschen mit einer mittleren bis schweren Pflegebedürftigkeit – in einer überschaubaren, familienähnlichen Wohn- und Lebensform.

Das Adagio sowie der Lindenpark sind gut ausgelastet und etablieren sich zu einer gewünschten Wohnform im Alter. Mit dem geplanten Lebens- und Begegnungszentrum Grossfeld (Realisierung bis Ende 2025) streben die Heime Kriens eine weitere Strukturveränderung an – mit dem Ziel, sehr flexibel auf die Angebotsnachfrage reagieren zu können.

«Das im Architekturwettbewerb erkorene Siegerprojekt erfüllt alle Ansprüche», erklärt Marco Borsotti, Verwaltungsratspräsident der Heime Kriens.

«Es ist in seiner Gestaltung so konzipiert, dass es vielfältige und generationenübergreifende Begegnungen mit der Krienser Bevölkerung ermöglicht. Gleichzeitig werden auch die Wohnbedürfnisse zukünftiger Generationen berücksichtigt.» Die Planungsaufgaben haben begonnen und werden mit Elan vorangetrieben.

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