Tägerwilen

Tägerwilen TG: Gratis-Säcke gegen invasive Neophyten im Garten

Gemeinde Tägerwilen
Gemeinde Tägerwilen

Bodensee,

In Tägerwilen TG gibt die Gemeinde am Schalter im Gemeindehaus kostenlose Neophytensäcke ab. Dieser Entsorgungsweg wirkt einer weiteren Verbreitung entgegen.

Pflanze Blüte gelb
Die Kanadische Goldrute zählt in der Schweiz zu den sogenannten invasiven Neophyten. (Symbolbild) - Depositphotos

Viele invasive Neophyten fallen durch ihr attraktives Aussehen auf und werden deshalb gerne in Gärten oder auf Balkonen gepflanzt.

Doch so schön sie auch sind, sie können die Biodiversität der Schweiz beeinträchtigen, Schäden an der Infrastruktur anrichten und können teilweise sogar der Gesundheit von Menschen und Tieren schaden.

Mit der richtigen Pflanzenwahl helfen alle, Probleme zu vermeiden.

Unerwünschter «Dünger»

Invasive Neophyten wurden oft als Zier- oder Nutzpflanzen eingeführt. Arten wie die Rote Spornblume oder die Vielblättrige Lupine schmücken Gärten und Böschungen mit ihren auffälligen Blüten.

Doch sie breiten sich stark aus und verdrängen einheimische Pflanzenarten und die Biodiversität nimmt ab.

Die Vielblättrige Lupine bindet zusätzlich Luftstickstoff und «düngt» somit den Boden, so dass nur noch nährstoffliebende Arten gedeihen.

Über die Nahrungskette in den menschlichen Körper

Einige Arten haben direkte Auswirkungen auf Menschen und Tiere. Das Schmalblättrige Greiskraut etwa enthält ein Lebergift. Dieses kann über die Nahrungskette, beispielsweise durch Milch oder Honig, auch die Gesundheit von Menschen negativ beeinflussen.

Die Geissraute ist ebenfalls toxisch und deren Verzehr kann für Weidetiere tödlich enden.

Andere Pflanzen wie die Asiatischen Staudenknöteriche gefährden mit ihren Wurzeln die Stabilität von Bauwerken beispielsweise von Hochwasserschutzdämmen.

Einheimisch pflanzen – Probleme vermeiden

Wer im Garten oder auf dem Balkon auf einheimische Pflanzen setzt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Einheimische Arten sind an die lokalen Bedingungen angepasst und bieten Insekten Nahrung und Lebensraum.

Das Projekt «Natur daheim» vom Amt für Raumentwicklung führt bei Interesse gerne Beratungen durch.

Bereits vorhandene invasive Neophyten sollten möglichst entfernt werden. Wichtig ist dabei die korrekte Entsorgung: Alle fortpflanzungsfähigen Pflanzenteile gehören in den Neophytensack. So wird verhindert, dass sich die Pflanzen weiterverbreiten.

Nicht fortpflanzungsfähige Pflanzenteile können über die Grünabfuhr entsorgt werden.

Gemeinsam gegen invasive Pflanzen

Die Gemeinde unterstützt ihre Einwohner mit dem kostenlosen Neophytensack. Dieser kann am Schalter Sekertariat im Gemeindehaus bezogen werden.

Kommentare

User #6460 (nicht angemeldet)

Sollte eigentlich in der ganzen Schweiz so gehandhabt werden.

User #2435 (nicht angemeldet)

alles ein witz die geminde macht nicht mit dene ist alles egal

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a
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