Die Gemeinde Tägerwilen bedauert den Entscheid des Departements Bau und Umwelt, das Parkplatzprovisorium für drei Jahre zu bewilligen.
Tägerwilen. (Symbolbild) - alpine-wandergruppe.de

Wie die Gemeinde Tägerwilen berichtet, hat der Souverän am 27. September 2020 den Bau des Kinder und Jugendzentrums auf der Gemeindewiese in Tägerwilen mit grosser Mehrheit abgelehnt. Für den heutigen Gemeinderat steht fest, dass die Zentrumswiese nicht überbaut werden soll. Eine Neugestaltung habe allerdings keine Priorität. Priorisiert wird jedoch die Abdeckung des vermuteten Parkplatzbedarfs.

Bis Ende August 2021 wurde die Hauptstrasse saniert. Dadurch sind zwölf Parkplätze weggefallen. Während der Bauzeit brauchten die Anwohner alternative Parkplätze. Der Gemeinderat stellte auf dem «Schotterrasen» 28 Plätze zur Verfügung. Nach Bauende blieb der Parkplatz bestehen mit der Begründung, man wolle bis Ende 2021 den Bedarf analysieren.

«Provisorische Parkplätze auf dem Schotterplatz»

Bis heute ist die Situation unverändert. Erst im Juni 2021 erfolgte die öffentliche Bauauflage für 28 «provisorische Parkplätze auf dem Schotterplatz». Die Dauer des Provisoriums wurde nicht definiert. Zwei Anwohner und die IG Zämä fürs Dorf haben Einsprache erhoben. Am 13. Juli 2021 nahm der Gemeinderat Stellung dazu und überwies das Baugesuch an das DBU (Departement Bau und Umwelt TG).

Darin rechtfertigt der Gemeinderat den Bedarf, erwähnt erstmals die Dauer von drei Jahren sowie die geplante Schaffung eines (bisher fehlenden) Parkplatzreglements innerhalb dieser Frist. Es sei auch «nicht absehbar, ob der Schotterplatz längerfristig als Parkplatz zur Verfügung stehen und/ oder zum Beispiel eine Tiefgarage eingeplant werden muss». Weiter bezeichnet er die Ansicht, dass die Ablehnung des KiJuZe den Wunsch nach Freihaltung der Gemeindewiese aufzeige, als «Interpretation der Einsprecher».

Ob alle Nein-Stimmenden «für die vollständige Freihaltung der Gemeindewiese» seien, «wagt der Gemeinderat zu bezweifeln». Das DBU hat am 2. März 2022 alle Einsprachen abgewiesen und das Parkplatzprovisorium für drei Jahre bewilligt. Die Gemeinde bedauert diesen Entscheid. Der Gemeinderat wünscht mehr Information der Bevölkerung.

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