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Wabern BE: Gemeinde will Heitere Fahne kaufen – Abstimmung 2027

Heitere Fahne
Heitere Fahne

Köniz,

Die Gemeinde Köniz will die Liegenschaft der Heitere Fahne in Wabern BE kaufen und an eine Stiftung abgeben. Ende Februar 2027 stimmt das Volk darüber ab.

Wabern BE
Wabern BE: Abstimmung im Gemeindeparlament. - Köniz (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Grosse Neuigkeiten rund um die ehemalige Brauereiwirtschaft in Wabern, in welcher das Kollektiv Frei_Raum seit 13 Jahren den inklusiven Kultur- und Begegnungsort Heitere Fahne gestaltet! Die Gemeinde Köniz will die Liegenschaft von der aktuellen Eigentümerin erwerben und im Baurecht an eine – zu diesem Zweck zu gründende – Stiftung abgeben.

Nach langjährigem Leerstand wurden 2013 die Räume der Heitere Fahne in ruinösem Zustand bezogen. Mit viel Leidenschaft und unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden haben die Menschen des Kollektivs den Theatersaal bewilligungsfähig und die Wohnungen bewohnbar gemacht, Elektroinstallationen, Heizungen, Böden, Wände und Bäder ersetzt und 2020 mithilfe einer privaten Stiftung das Dach des Theatersaals saniert.

Aufgrund aufgestauter Investitionen hat sich trotzdem ein erheblicher Sanierungsbedarf entwickelt. So ist beispielsweise 2021 ein Teil der Terrassendecke eingestürzt und bis heute nur provisorisch saniert. Wird nicht bald in die Liegenschaft investiert, ist auch die Zukunft des Kulturprojektes ungewiss.

Nach mehrjährigen Gesprächen mit der aktuellen Eigentümerin und der Gemeinde Köniz präsentiert sich nun endlich eine Möglichkeit, die Liegenschaft als belebten Ortskern in Wabern und Raum für Kultur und Inklusion zu sichern. Zurzeit wird das Geschäft für das Gemeindeparlament ausgearbeitet. Sagt das Parlament ja, wird es Ende Februar 2027 eine Volksabstimmung in Köniz geben.

Das Kollektiv Frei_Raum blickt erfreut auf die Entwicklungen rund um das Heitere Haus. Wir verstehen sie als grosse Anerkennung unserer Arbeit und erhoffen uns breite Zustimmung in der Gemeinde Köniz.

Viele Menschen, welche diesen Newsletter lesen, haben eine lange Beziehung zur Heitere Fahne. Womöglich wart ihr bei der euphorischen Ideensuche zu Beginn des Projektes dabei, habt mal eine Wand gestrichen, eine Leitung verlegt, ein Sofa vorbeigebracht, Zivildienst absolviert, euch unsterblich verliebt und unglücklich getrennt, am Gugus Bierfässli geschleppt, euch über das Puff beschwert oder so oft Pizza gegessen, dass ihr inzwischen namentlich angesprochen werdet. Vielleicht kennt euch das heutige Team nicht mal, obwohl ihr im Club der Freund*innen seit Jahren am Fundament dieses Kulturortes mitbaut.

Auf all das soll aufgebaut werden und der ehemaligen Brauereiwirtschaft eine Zukunft geschenkt werden. Als inklusiver Kulturort, der anregt, aufwühlt, inspiriert und verbindet. Merci!

Eure Heitere Fahne

PS: Hast du Anmerkungen, Ideen, Sorgen oder möchtest mithelfen, in welcher Form auch immer? Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme per Mail!

Was soll saniert werden und passt die «Heitere» in ein saniertes Haus?

Der Zauber der Heitere Fahne liegt im lebensbejahenden und herzlichen künstlerischen Ausdruck. Dieser ist auf der Bühne, im Deko, im Rahmenprogramm und in der Willkommenskultur des Hauses erkennbar. Dazu gehört auch der Charme einer in die Jahre gekommenen Liegenschaft.

Wenn von einer Sanierung gesprochen wird, ist daher eine «sanfte Sanierung» gemeint, welche die dringend notwendigen Arbeiten zum Erhalt der Liegenschaft angeht und Verbesserungen für den Betrieb wie Hindernisfreiheit und Lärmschutz zugunsten der Nachbarschaft ermöglicht. Das Augenzwinkern auf dem Weg zur Gurtenbahn soll bleiben!

Das Kollektiv Frei_Raum ist zuversichtlich, dass durch den eingeschlagenen Weg der Spirit des Orts erhalten bleiben kann und die Heitere Fahne an ihrem Standort eine langfristige Perspektive hat. Mit Marlen Lanz, Viktor Hirisig und Simon Schumacher sind erfahrene Fachpersonen eingebunden, welche mitunter in den Umbau des PROGR Bern oder der Feuerwehr Viktoria involviert waren.

Druck auf alternative Kulturräume

Alternative Kulturräume sind vielerorts von der öffentlichen Hand, privaten Liegenschaftseigentümerinnen und Liegenschaftseigentümern oder Stiftungen abhängig. Das Kollektiv schätzt sich vor diesem Hintergrund glücklich, steht im Fall der Heitere Fahne die skizzierte Option im Raum. Solche Möglichkeiten bleiben leider einigen Wenigen vorbehalten.

Die Sanierung der Liegenschaft ist trotz des beabsichtigten Engagements der Gemeinde Köniz finanziell noch nicht gesichert und erfordert die Unterstützung weiterer Trägerinnen und Träger.

Kann die Zukunft der alten Brauereiwirtschaft in Wabern demokratisiert werden? Wie können die Räume der Brauereiwirtschaft besser geteilt, geöffnet und als zugänglicher Ortskern verstanden werden? Diese Fragen möchte das Kollektiv Frei_Raum zusammen mit der neuen Stiftung aufnehmen.

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