Die Gemeinde Köniz wird dieses Jahr zum dritten Mal in Folge als «Energiestadt Gold» ausgezeichnet. Das Label bezeugt der Gemeinde Köniz ihre vorbildliche und engagierte Energiepolitik.
Ein Verkehrskreisel beim Schloss Köniz.
Ein Verkehrskreisel beim Schloss Köniz. - Nau.ch
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Am Energietag 2019 in Locarno durfte Gemeinderat Hansueli Pestalozzi stellvertretend für die Gemeinde Köniz zum dritten Mal das «Energiestadt Gold»-Label entgegennehmen. Die Auszeichnung des Trägervereins Energiestadt geht an Gemeinden, welche sich aktiv für mehr Energieeffizienz, erneuerbare Energien und eine umweltverträgliche Mobilität einsetzen.

Um das Gold-Label zu erhalten, müssen mindestens 75 Prozent der möglichen Punkte erreicht werden. Die Gemeinde Köniz konnte sich im Vergleich zu 2015 um zwei Prozentpunkte auf 78 Prozent steigern.

Köniz geht als Vorbild voran

Die nachhaltige Nutzung der Ressourcen ist im Leitbild der Gemeinde Köniz fest verankert. So sollen auf den gemeindeeigenen Parzellen im Liebefeld und im Ried 2000-Watt-Areale entstehen.

Letzteres soll zugleich als Plus-Energie-Quartier realisiert werden, also ein Quartier, welches mehr Energie produziert, als es verbraucht. Der energetisch vorbildliche Gebäudestandard 2015 von Energiestadt wird bei den gemeindeeigenen Liegenschaften jeweils umgesetzt.

Auf gemeindeeigenen Dächern werden bei Neubauten oder Sanierungen, wann immer möglich, Fotovoltaikanlagen installiert. Beim Thema Verkehr und Mobilität setzt Köniz auf die Förderung des Langsamverkehrs: Im Rahmen des Programms «Fuss-Velo-Köniz» werden infrastrukturelle und kommunikative Massnahmen umgesetzt.

Ausserdem definiert die Gemeinde zahlreiche Tempo-30-Zonen und sorgt für eine gute Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr.

Thermische Netze als Teil der Lösung

Im Bereich der privaten Gebäude legt die Gemeinde Köniz den Fokus auf die Planung von thermischen Netzen. Diese ermöglichen den Hausbesitzenden, ihre Öl- und Gasheizungen durch erneuerbare Fernwärme zu ersetzen und damit die CO2-Emissionen im Gebäudebereich zu senken.

Als erfolgreiches Beispiel kann der Wärmeverbund in Schliern genannt werden: 800 Haushalte erhalten seit Oktober 2015 Wärme aus der zentralen Holzschnitzelheizung. Die Gemeinde hat das Ziel, weitere Standorte für Wärmeverbünde zu eruieren und dazu beizutragen, dass bestehende Verbünde sinnvoll erweitert werden.

Aktuell sind Planungen für einen Wärmeverbund im Buchseequartier und Abklärungen für eine Erweiterung des bestehenden Verbundes im Gebiet Spiegel/Blinzern im Gang.

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Um die konkreten Ziele der kommunalen Energiestrategie zu erreichen, braucht es den Einbezug aller gesellschaftlichen Akteure – auch die der Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund lancierte die Gemeinde Köniz im Jahr 2015 die Plattform für nachhaltiges Wirtschaften «klimaaktiv.ch», die der Vernetzung und dem Austausch von Könizer KMUs zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit dient. Zudem ist die Gemeinde Köniz an der mehrjährigen Informationskampagne «energiewende leben» beteiligt: Der markante blaue Container mit der interaktiven Ausstellung wandert zwischen 2019 und 2023 durch Köniz sowie andere Gemeinden und bietet spannende Einblicke in verschiedene Themenbereiche des nachhaltigen und klimaschonenden Lebens.

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