Wattwil

Windmessungen liefern Basis für weitere Planung

Nau.ch Lokal
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Toggenburg,

Mit zwei 125 Meter hohen Masten wird seit Dezember das Windpotenzial bei Krinau und Laad in Wattwil gemessen. Die Daten sind Grundlage für weitere Planungen.

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Schweizer Technologie: Windenergie in der Schweiz wird immer beliebter. (Symbolbild) - keystone

Wie die Gemeinde Wattwil mitteilt, starteten die Thurwerke AG und die Groupe E Greenwatt AG eine umfassende Windmesskampagne an den Standorten «Älpli» (Krinau) und «Eggli» (Wattwil). Ziel ist die Beurteilung des Windpotenzials und der Machbarkeit der betreffenden Windprojekte.

Der Richtplan Windenergie des Kantons St. Gallen wurde Anfang 2025 vom Bund genehmigt. Die Gebiete «Krinau» (Gemeinden Wattwil und Mosnang) sowie «Laad» (Gemeinde Wattwil) gehören zu den 15 im Richtplan festgelegten Windeignungsgebieten. Die Thurwerke AG und die Groupe E Greenwatt AG haben für diese beiden Gebiete bereits Machbarkeitsstudien erstellen lassen.

Windmessung als Grundlage für die weiteren Planungen

Im Anschluss an diese Machbarkeitsanalysen wird seit Dezember 2025 auf dem Underälpli (oberhalb Krinau) und seit Januar 2026 auf dem Hinteren Eggli (oberhalb Wattwil) eine Windmesskampagne durchgeführt.

Für die Messungen werden zwei 125 Meter hohe Masten installiert. Die Masten werden während 18 Monaten betrieben. Sie sind mit Messinstrumenten für Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Fledermausbewegungen und weitere Daten ausgestattet.

Die erhobenen Daten dienen dazu, die Ergebnisse einer ersten Windmesskampagne aus den Jahren 2014 bis 2016 auf dem «Älpli» (Krinau) zu festigen und zu ergänzen.

Wichtiger Beitrag zur Stromversorgung

Der Kanton St. Gallen hat sich im Rahmen der Richtplananpassung 23 klare quantitative Ziele gesetzt, um den Beitrag des Kantons zur nationalen Energiestrategie zu leisten. Bis 2035 soll die jährliche Windenergieproduktion 100 Gigawattstunden erreichen. Bis 2050 soll sie auf 300 Gigawattstunden steigen.

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Kommentare

User #4317 (nicht angemeldet)

Windenergieanlagen liefern Winterstrom für die Schweiz. Für Windenergieanlagen sind die Wintermonate die ertragreichsten. An sonnigen Tagen ist es in den Bergen nur selten windstill. Während der Wind nachmittags das Tal hinauf in Richtung Berg weht, strömt jeweils in der Nacht und am Morgen kühle Luft aus den Bergen ins Tal. Dann weht in der Schweiz der meiste Wind und es können grosse Mengen Strom produziert werden. Österreich, wie die Schweiz ein Alpenland, macht es vor. Dort fallen bereits 12% des Strommix auf Windenergie. In der Schweiz sind es weniger als 0,5%. Im Rahmen starker Tiefdruckgebiete können in der ganzen Schweiz Windgeschwindigkeiten von 100 km/h und mehr auftreten und mehrere Stunden bis Tage anhalten. Die Windgeschwindigkeit hat in den vergangenen Jahren weltweit um gut 7% zugenommen. Die Schweiz weist im Jura, in den Voralpen, auf einigen Graten und in einigen Tälern der Alpengünstige günstige Standorte auf. In der Schweiz werden Windrichtung und -stärke stark von der Topografie beeinflusst, vor allem in den Alpen. Der Windpark Juvent auf dem Mont Crosin deckt den Haushaltstromverbrauch von rund 70'000 Personen. Unter Berücksichtigung von Naturschutz und Klimaschutz sind 215 bis 310 Windenergie-Anlagen in der Schweiz sinnvoll und realisierbar.

User #2167 (nicht angemeldet)

Ja super. Und die neue Kantonsschule mit einer Glasfront von mindestens 100 Metern hilft beim reinfliegen der Singvögel proaktiv nach. Wie kann man sehenden Auges sowas hinstellen? Und die Lernende schauen dann täglich zu? Wer liest übrigens die verendeten Tiete dann zusammen? ?

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