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Ostschweizer Lernende erzählen: So erleben wir den Beck-Alltag

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Lenya Ay und June Sporle lernen beide den Beruf der Bäcker-Konditor-Confiseurin EFZ in Wattwil. June ist im ersten, Lenya im zweiten Lehrjahr.

June Sporle und Lenya Ay
June Sporle (l.) und Lenya Ay bei der Arbeit in der Café Abderhalden Bäckerei Konditorei. - zVg

Für beide stand nicht von Anfang an fest, welchen Beruf sie erlernen möchten. «Ich habe in der Sek an verschiedenen Orten geschnuppert, unter anderem im Hotel und als Fachfrau Betreuung», erzählt June Sporle. Am besten habe es ihr jedoch in der Bäckerei gefallen.

Lenya Ay machte ähnliche Erfahrungen: Auch sie absolvierte mehrere Schnupperlehren und entschied sich schliesslich für die Ausbildung zur Bäcker-Konditor-Confiseurin EFZ. Der Beruf ist abwechslungsreich.

Bäcker-Konditor-Confiseurinnen und Confiseure EFZ stellen täglich frische Brote, Brötchen, Zöpfe und weitere Backwaren her. Je nach Betrieb fertigen sie zudem Torten, Patisserie, Pralinen und andere Confiserie-Produkte an, dekorieren diese und bereiten sie für den Verkauf vor.

Dabei arbeiten sie mit verschiedenen Teigen, Cremes und Schokoladen und achten stets auf Hygiene, Qualität und eine sorgfältige Verarbeitung der Lebensmittel.

Frühschicht statt Ausschlafen

Für Langschläfer ist der Beruf allerdings nicht geeignet. Bereits um 5 Uhr beginnt für June und Lenya der Arbeitstag, wenn sie Frühschicht haben.

June Sporle und Lenya Ay
June Sporle (r.) und Lenya Ay in der Café Abderhalden Bäckerei Konditorei. - zVg

Das frühe Aufstehen sei anfangs gewöhnungsbedürftig und schwierig gewesen, inzwischen hätten sie sich aber daran gewöhnt. Als Erstes werden meist die Sandwiches vorbereitet, danach werden Teige verarbeitet und Brote hergestellt.

«Und wenn wir zwischendurch kurz Zeit haben, erledigen wir kleinere Arbeiten, zum Beispiel Bleche putzen», erzählt Lenya. Später geht es bereits an die Vorbereitungen für den nächsten Tag. Langweilig wird es dabei garantiert nicht.

Genau das schätzen June und Lenya: «Die Aufgaben sind sehr vielseitig und es gibt immer etwas zu tun», sagt June. Deshalb fällt es ihnen auch schwer, eine Lieblingstätigkeit zu nennen.

Auf die Frage, was sie nicht so gerne machen würden, sind sich die beiden hingegen sofort einig. «Glace servieren», sagen sie wie aus der Pistole geschossen.

«Im Sommer wollen natürlich viele ein Glace, und dann ist es anstrengend, die eigentliche Arbeit ständig unterbrechen zu müssen.» Glace aufkochen und einfrieren hingegen tun sie gerne.

Herausforderungen gehören dazu

Nicht immer einfach sei auch der Wechsel zwischen Früh- und Spätschicht. «Entweder starten wir um 5 oder um 9 Uhr. Da ist das Umgewöhnen manchmal schon schwierig», erklärt Lenya.

June ergänzt: «Und wenn wir sechs Tage am Stück arbeiten oder oft am Wochenende im Einsatz sind, ist das ebenfalls anstrengend.»

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Generell sei die Ausbildung körperlich anspruchsvoll: Man ist den ganzen Tag auf den Beinen, und muss beispielsweise Mehlsäcke tragen.

«Die ersten zwei Monate der Ausbildung waren schon hart», erinnern sich Lenya und June, «aber man gewöhnt sich schnell daran.» Beide sind stolz auf ihre bisherigen Leistungen.

«Ich bin froh, dass ich das erste Jahr geschafft habe», sagt June. Lenya wiederum freut sich immer besonders, wenn ein strenger Arbeitstag zu Ende geht: «Es ist ein schönes Gefühl, wenn man auch an strengen Tagen alles in der dafür eingeplanten Zeit geschafft hat.»

Klare Zukunftsziele

Jugendlichen, die noch auf der Suche nach einer passenden Ausbildung sind und sich für den Beruf Bäcker-Konditor-Confiseurin EFZ interessieren, geben die beiden einen klaren Rat: «Schaut euch verschiedene Berufe an. Nur so merkt ihr, was euch wirklich gefällt.»

Und es sei von Vorteil, in verschiedenen Betrieben zu schnuppern. «Denn auch das Team ist enorm wichtig, schliesslich arbeitet man jeden Tag zusammen.»

Für ihre Zukunft gibt es bereits Pläne: Lenya möchte an die Berufsmaturitätsschule (BMS) und danach etwas mit Sport machen, beispielsweise Sportmanagement.

June überlegt sich auch, an die BMS zu gehen, möchte aber im Beruf bleiben und weiterhin als Bäcker-Konditor-Confiseurin EFZ arbeiten.

Hinweis

Dieser Artikel ist zuerst in der «Toggenburger Zeitung» erschienen.

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