Wie die Gemeinde Lichtensteig mitteilt, schreibt die Firma Kägi weiterhin Geschichte. Sie bedeutet Tradition, Qualität und Arbeitgeber gleichzeitig.
Gemeindeverwaltung Rathaus in Lichtensteig.
Gemeindeverwaltung Rathaus in Lichtensteig. - Nau.ch / Simone Imhof

Seit der Gründung im Jahr 1934 stellt Kägi die feinsten Schokoladenwaffeln in bester Schweizer Qualität in Lichtensteig her. Geleitet wird das Traditionsunternehmen seit mehreren Jahren von Raymond Nef. Er treibt mit seinem Team viele Entwicklungen vorwärts, um Kunden auf der ganzen Welt mit ihren Produkten glücklich zu machen. Fürs Städtli ist die Firma Kägi wichtigste Arbeitgeberin und stark identitätsstiftend.

Jedes Kind kennt sie, die einzigartigen Schokoladenwaffeln der Firma Kägi mit grosser Geschichte. Wer in Lichtensteig wohnt, hat den Duft besonders dann in der Nase, wenn die Waffeln mit feinster Schokolade überzogen werden. Die Marke ist weltbekannt und äusserst er­folgreich.

Begonnen hat die Geschichte 1934 in der Bäckerei Hecht. Otto Kägi Senior kaufte in weiser Voraussicht die Liegenschaft an der Bürgistrasse. Darin befanden sich eine Bäckerei-Konditorei und ein Restaurant. Mit seinen sechs Kindern zog er damals in das grosse Haus und die Erfolgsgeschichte konnte beginnen.

Otto Kägi war ein Original – ein Pionier, der in der Qualität den Schlüssel zum Erfolg sah: zum einen der Qualität seiner Produkte, zum anderen aber auch den Dienstleistungen, die er seinen Kunden bot. So wartete er nie einfach hinter der Theke auf Kundschaft, sondern er machte sich lieber selber auf den Weg.

Damals trat Otto Kägi mit seinem Fahrrad unzählige Kilo­meter in die Pedale, um seine mit Leidenschaft und von eigener Hand gefertigten, köstlichen Biscuits auszuliefern. Seinen unternehmerisch denkenden, wissbegierigen und avant­gardi­stischen Geist vererbte er an seine drei Söhne Otto, Eugen und Alfred, welche später das Unternehmen Kägi übernahmen und zum Welterfolg verhalfen.

Familienunternehmen als Tradition

Die Gebrüder Kägi haben ihre Firma 1996 verkauft. Heute gehört sie dem Schweizer Unter­nehmen Burger & Söhne AG. Damit ist die Kägi Söhne AG in einen Familienbetrieb einge­gliedert. Seit einigen Jahren wird die Firma von Raymond Nef geleitet, einem gebür­tigen Appenzeller. «Es ist schön bei Kägi gemeinsam mit der Besitzerfa­milie gestalten zu dürfen. Wir möchten hier nachhaltig die Unternehmung weiter­entwickeln und für die Zukunft fit machen», sagt Raymond Nef. Die Marke Kägi und die beliebten Produkte in die Welt hinaus­tragen zu dürfen ist für ihn äusserst erfüllend.

Genussmanufaktur für Glücksmomente

Als kleine Schweizer Manufaktur gilt die Leidenschaft der Herstellung feinster Waffel­spezialitäten für kleine Glücksmomente. Das Herzstück und der wichtigste Erfolgsfaktor sind die knusprigen Waffeln mit cremiger Mousse-Füllung und mit hausgemachter, zart­schmel­zender Schweizer Schokolade.

Kägi verwendet hierfür hochwertige Rohstoffe, wel­che mög­lichst regional bezogen werden. Sie orientieren sich an etablierten Nachhaltig­keits­standards. «Auf unsere neuste Kreation sind wir besonders stolz, das Kägi Praliné des Alpes» sagt Raymond Nef. Aus den besten Zutaten haben sie ein erlesenes Geschmackserlebnis geschaffen. Eine luftig-leichte Komposition aus zartschmelzender Crémefüllung, hauchdünnen Kägi Knusperwaffeln umhüllt von feinster hausgemachter Kägi Schokolade. Pure Swissness für die Sinne.

Vorwärts mit dem innovativen Macher

Schweizer Qualitätsprodukte sind weltweit enorm gefragt. Gerade mit der Schweizer Schokolade gibt es einen grossen Wettbewerbsvorteil. Die Kägi-Macher sehen, dass die Kägi Schokoladenwaffeln nicht nur in der Schweiz, sondern in der ganzen Welt geschmacklich sehr gut ankommen.

In über 30 Länder werden die vielfältigen Kägis exportiert und es gibt noch mehr Potential, vor allem in den grossen Schokoladenmärkten USA oder auch in England, Frankreich und Deutschland. Aber auch im asiatischen Markt, vor allem China wollen sie die Konsumenten mit den Kägis glücklich machen.

Um den Erfolg langfristig zu sichern, braucht es vielfältige Anstrengungen. Die Firma Kägi plant in Lichtensteig weiter zu investieren und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Hierfür möchten sie weltweit wachsen.

Dies soll durch die Erschliessung neuer Märkte, mit Wachstum in bestehenden Märkten sowie durch Innovationen wie das Kägi Praliné des Alpes gelingen. In allen Unternehmensbereichen soll weiter modernisiert und ein Beitrag für eine nachhaltige Schweiz geleistet werden.

Wichtiger Arbeitsplatz

Rund 140 Mit­arbeitende beschäftigt die Firma heute. Raymond Nef konnte mit seinem Team in den letzten Jahren einige Highlights feiern. Besonders wertvoll war der Markteintritt bei Migros oder auch in den USA. Hinzu kamen spannende und aufwendige Neuentwicklungen. Der CEO erwähnt aber auch die Weiterent­wicklung und den Ausbau der Pro­duk­tion als sehr entscheidenden Schritt für die Zukunft.

Qualifiziertes Personal gesucht

Die Herausforderungen für die Zukunft bleiben aber vielfältig. Gemäss Raymond Nef sucht die Firma aktuell qualifiziertes Personal für die Produktion und die neuen An­lagen. Derzeit sei es auch eine Herausforderung, rechtzeitig genügend Verpackungsmaterialien und Rohstoffe zu vernünftigen Preisen einzukaufen.

Heute werden alle Produkte in der Schweiz, in Lichtensteig, produziert. Im Wettbewerb mit internationalen Konkurrenten ist dies ein Nachteil. Es ist auf vielen Märkten der Welt kaum möglich, preislich mithalten zu können, weshalb die Qualität der Produkte umso mehr überzeugen muss.

Erfolg dank Geschmackserlebnis und Sympathie

Der Kern des Erfolges von Kägi ist das einzigartige Geschmackserlebnis der Schokoladen­waffeln. Es ist diese perfekte Kombination aus knusprigen Waffeln, der cremigen Mousse-Füllung und der hausgemachten, zartschmelzenden Schweizer Schokolade. Die Firma Kägi produziert die Kägis weiterhin traditionell mit viel Handarbeit und sie verwenden hochwertige Rohstoffe. Dadurch unterscheiden sich die Produkte von Massenware und sind schwer zu kopieren.

Zudem geniesst die Marke Kägi enorm viel Sympathie. Sie ist eine der bekanntesten und be­liebtesten Marken der Schweiz. Dieser Ruf wurde über Jahrzehnte aufgebaut. «Wir tragen diesem in unserer täglichen Arbeit grosse Sorge», betont Raymond Nef. Die Schokoladen­waffeln zaubern jeden Tag etwas Glück auf die Gesichter der Konsumenten welt­weit.

Dies erreicht die Firma durch gute Teamarbeit von allen Mitarbeitenden hier im beschaulichen Lich­tensteig, was den Chef mit Stolz erfüllt.

Raymond Nef erlebt die Lichtensteiger als zugängliche Menschen und spürt, seit er hier ist eine Aufbruch­stimmung. Viele neue Ideen werden in Form von Kooperationen und Initiati­ven angegangen und umgesetzt. Ihm fehlt es in Lichtensteig an nichts. Er betont: «Wir kön­nen hier in Lichtensteig die Unternehmung Kägi weiterentwickeln und spüren viel Sympathie und Unterstützung aus der Bevölkerung und von den Verantwortlichen».

Zur Person

Raymond Nef ist 42 Jahre alt und ausgebildeter Betriebsökonom. Im Anschluss an seine Aus­bil­dung sammelte er in 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen Lebensmittel und Getränke bei na­tionalen und internationalen Grosskonzernen. Seit mehr als 5 Jahren ist er nun bei Kägi ak­tiv. Er ist Appenzeller und wohnt nun in der Forch mit seiner kleinen Familie (Tochter, 4-jährig).

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