Wiler-Ersigen startet in die neue Saison
Mit dem Supercup vom Samstagabend in der Zürcher Saalsporthalle (19.00) gegen die Tigers Langnau beginnt für den SVWE die neue Unihockey-Saison.

Der frischgebackene Rekordmeister wird nicht nur in diesem Duell die Favoritenrolle innehaben, sondern auch in der am 14. September mit dem Klassiker gegen Alligator Malans (Sa. 16.30 in Kirchberg – der Ticketvorverkauf zum offiziellen Liga-Season-Opener läuft) beginnenden Meisterschaft. SVWE-Captain Tatu Väänänen und seine Teamkollegen wird dies kaum mehr beeindrucken:
«Wiler ist immer Favorit, und es ist ja auch unser Ziel Titel zu gewinnen. Genauso wie es aber auch Ziel der Konkurrenz ist, die uns die Favoritenrolle zuschanzt.»
Vier Monate sind vergangen seit in der Swiss-Arena Kloten der Rekordmeistertitel eingefahren wurde. Jetzt noch die beiden finnischen Weltmeister Savonen und Pylsy verpflichtet – alles deutet schon vor der Saison auf den 13. Meistertitel für den SVWE hin.
Natürlich, mit der Verpflichtung von Krister Savonen, Weltmeister, Europacupsieger, finnischer Meister und aktuell als bester Feldspieler der Welt betitelt und Joonas Pylsy, auch er Weltmeister, Europacupsieger, finnischer Meister und wohl der begehrteste Offensivspieler des diesjährigen Transfermarktes, sind zwei veritable Transfercoups geglückt. Doch wie es die finnische Nationalmannschaft an der letzten WM in Prag exemplarisch vorgemacht hat, sind es nicht Stars, sondern ein funktionierendes Team, welche grosse Erfolge ermöglichen.
Sieben Abgänge, darunter auch zwei Mentalitätsspieler
So gesehen kann man konstatieren, dass der SVWE in der Spitze (Pylsy für Johnsson und Savonen für Sesulka) sicherlich noch stärker und vor allem auch spektakulär daher kommt, aber in der Breite gilt es doch auch einige Fragezeichen zu setzen. Gleich sieben Akteure aus dem Meisterteam haben den SVWE verlassen, darunter auch gewichtige, welche Stammspieler waren und auch in der Garderobe eine Stimme hatten.
Allen voran natürlich Abwehrturm Dave Wittwer, dann aber auch Joel Krähenbühl, beide mit viel Klasse, noch mehr Routine und vor allem einem enorm grossen Kämpferherz ausgestattet. Sie zu ersetzen, haben ausschliesslich Eigengewächse zu vollbringen, wurde doch kein einziger nationaler Transfer gemacht!
Auch die Abgänge von Lehtinen und insbesondere Goalie Christoph Reich werden intern kompensiert, womit der Umbruch nun endgültig abgeschlossen ist.
Känzig ist schon bei den Dienstältesten
Zwar stehen neben dem Duo Savonen/Pylsy immer noch die SVWE-Ikone Matthias Hofbauer (1981) und Captain Tatu Väännänen (1983) im Team, doch nach den beiden Altstars kommt schon Deny Känzig. Der erst 23-jährige «mvp» und «mpp» der abgelaufenen Saison ist der einzige neben dem Duo Väänänen/Hofbauer, der bei allen Superfinal-Teilnahmen des SVWE dabei war, also auch schon 2015 beim erstmaligen Gewinn des Superfinals.
Känzig ist also der dienstälteste (!) Spieler nach den beiden unverwüstlichen Hofbauer/Väänänen! Mit Akteuren wie Bürki, Känzig oder Rentsch haben im Vorjahr die in der Juniorenabteilung ausgebildeten Youngsters schon tragende Rollen übernommen.
Andere könnten in diesem Jahr einen Sprung machen. Ein Dudovic, ein Ziehli oder ein Affolter haben das Zeugs für eine Schlüsselrolle.
Ein Spiel wird über eine geglückte Saison entscheiden
Doch nach der an sich perfekten Saison 2018, die dann im Finalfrust gegen Köniz endete, weiss jeder, dass im Superfinal-Modus nur eine einzige Partie über eine geglückte oder verpatzte Saison sprechen wird, wenn man dann überhaupt so weit kommt. Vorerst aber sollte man sowieso nicht zu weit vorausblicken, sondern geniessen, dass ab morgen in den kommenden Wochen und Monaten das Spektakel-Duo Savonen/Pylsy in der Schweiz und nicht in Schweden auflaufen wird, und hoffen, dass in deren Windschatten die Jungtalente des SVWE einen weiteren Schritt vorwärts machen werden.










